Es gibt täglich Telefonsprechstunden

Selbsthilfekontaktstelle Ziss in Northeim : „Wir lassen keinen allein“

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Stehen weiterhin telefonisch oder via Live-Chat für Beratungen zur Verfügung: Lisa Severitt und Zdravko Dusanek von der Ziss. 

Jede Woche ist die Ziss in Northeim Anlaufpunkt für zahlreiche Selbsthilfegruppen. Auch ohne Treffen wegen des Corona-Kontaktverbotes gibt es hier Hilfe.

Northeim – Rat und Möglichkeiten zum Austausch finden hier Betroffene unter anderem zu Fragen wie Burnout, Depression und sozialer Phobie. Doch seit der Corona-Pandemie ist diese Form der Unterstützung vorbei, denn auch die Ziss ist von den Schließungsmaßnahmen betroffen, sodass keine Treffen mehr stattfinden können.

„Aber natürlich lassen wir die Menschen mit ihren Sorgen und Problemen nicht allein“, betonen Zdravko Dusanek und Lisa Severitt. Aus diesem Grund bieten sie täglich in der Woche Telefonsprechstunden an. Morgens zwischen 10 und 11 Uhr ist Severitt unter 0151/28 86 81 53 und nachmittags von 14 bis 15 Uhr Dusanek unter 0160/94 78 28 99 zu erreichen. Zudem wird über die Homepage caritasverband-northeim.de ein Live-Chat angeboten.

Das Angebot wird gut genutzt erklären die beiden. Auch von Menschen, die aufgrund der aktuellen Krisensituation Hilfe bräuchten. Diese würden dann an die Ansprechpartner der entsprechenden Selbsthilfegruppe vermittelt. Informationsvermittlung sei gerade sehr wichtig. „Wir geben auch alle Infos von Fachverbänden, Landkreis und Netzwerkpartnern an die Selbsthilfegruppen weiter“, erklärt Dusanek. Innerhalb der Gruppen würden die Mitglieder über WhatsApp in Verbindung stehen. So bleibe der Kontakt untereinander bestehen.

„Dazu ermutigen wir auch in den Telefonaten, dass die Teilnehmer sich austauschen. Außerdem schaffen wir Zukunftsperspektiven, versuchen zum Beispiel die Vorfreude auf das geplante Sommergrillen hervorzurufen“, erklärt er, das würde oft helfen die Zeit zu überbrücken. Überhaupt, so die Erfahrung von Dusanek und Severitt, hätten sie den Eindruck, dass viele Gruppenteilnehmer gerade recht stabil seien.

„Für sie ist es ja auch nichts Neues, sich mit der Angst auseinanderzusetzen, nur jetzt sind sie nicht mehr allein mit diesen Sorgen“, so Dusanek. Das Netzwerk unter den Beratungsstellen im Landkreis sei sehr gut. Nun trage es Früchte, dass man schon gemeinsam an verschiedenen Runden Tischen zusammengearbeitet habe.

Fragen gibt es auch zum Caritex-Laden, der ebenfalls geschlossen ist.

Wenn allerdings die Not wirklich groß sei, dann könne auch telefonisch geklärt werden, was dringend fehle, das würde dann zusammengestellt und zur Abholung vorbereitet, erklärt Dusanek.

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