Debatte um öffentliche WCs

Seniorenrat: Zwei Toiletten in Northeim sind zu wenig

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Seit Langem zu: Die öffentlichen Toiletten am Theater der Nacht am Tourlaviller Wall in Northeim. 

Der Seniorenrat der Rhumestadt moniert schon seit Längerem, dass es zu wenig öffentliche Toiletten in der Innenstadt gibt. Jetzt macht er Druck auf die Stadtverwaltung. 

Im Vergleich zu Nachbarstädten, auch denen im Fachwerk-Fünfeck Südniedersachsen, habe die Rhumestadt mit noch zwei offiziellen WCs einen erheblichen Nachholbedarf auf diesem Gebiet. Das stellte der Northeimer Seniorenrat fest und forderte erneut die Stadt auf, die Situation zu verbessern.

Einen vorläufigen Plan der Stadtverwaltung zur Optimierung der Lage nahm der Seniorenrat zum Anlass, weitergehenden Vorschläge zu unterbreiten, wo öffentliche Toiletten zusätzlich eingerichtet werden müssten, berichtet der Pressesprecher des Seniorenrats, Hans-Jürgen Fisseler, aus der Sitzung des Gremiums. Als aufstrebender touristischer Partner im Fachwerk-Fünfeck dürfe sich Northeim eine solche unzureichende Situation nicht länger leisten.

Zusätzliche Toiletten sollten auf Vorschlag des Gremiums unter anderem am neuen Bewegungspark am Adolf-Hueg-Wall und auf dem Alten Friedhof gebaut werden. Außerdem gelte es die Anlagen auf dem Mühlenanger und am Theater der Nacht zu reaktivieren. 

Projekt „Notrufbank“

Als hoch interessant bezeichnete der Vorsitzende des Seniorenrats Northeim. Dr. Immo Lawaczeck, das vom Seniorenrat der Stadt Einbeck entwickelte Projekt „Notrufbank“, das in der Sitzung vorgestellt wurde. Das vor vier Jahren auf die Beine gestellte Projekt zählt mittlerweile 171 Ruhebänke in der Gemarkung der Bierstadt sowie in 41 von 43 Einbecker Ortschaften, die schnelle Hilfe bringen können.

Die Bänke sind je mit einer Nummer gekennzeichnet, die ein beim Spaziergang in Not geratener Mensch nach Wahl des Notrufs 110 übers Handy angeben kann. Die Notrufleistelle findet dann in Sekunden über die hinterlegten Geo-Koordinaten heraus, wo sich der Hilfesuchende befindet. Der Seniorenrat Northeim will laut Fisseler versuchen, für die Kreissstadt ein solches System nachzuahmen. Voraussetzung sei allerdings, dass sich genug ehrenamtliche Helfer finden.

Vorankommen möchte der Seniorenrat auch mit dem bereits im März 2018 angeschobenen Mobilitätsthema, um zu erreichen, dass die von Linienbussen schlecht oder gar nicht bedienten Stadtrandgebiete und Ortschaften besser an die Innenstadt mit öffentlichem Personennahverkehr angebunden werden.

Große Hoffnung setze der Seniorenrat dabei auf Northeims Bürgermeister Simon Hartmann, der die Initiative unterstütze, berichtet Pressesprecher Fisseler aus der Sitzung. Geplant sei ein öffentlicher Aufruf mit der Bitte, dass sich Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich an einem Bürgerbusprojekt beteiligen.

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