Polizei informiert über das Thema Cybergrooming

Landkreis Northeim: Sexuelle Erpressung per Smartphone

Cybergrooming: Dabei versuchen Täter bei Whatsapp oder Snapchat an pornografische
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Cybergrooming: Dabei versuchen Täter bei Whatsapp oder Snapchat an pornografische

Das Thema Cybergrooming beschäftigt auch die Polizei im Landkreis Northeim.

Northeim - Bei einem virtuellen Elternabend der Polizei zu dem Thema wurde jetzt über einen Fall informiert: Ein Unbekannter und eine 13-Jährige schreiben bei Snapchat miteinander, tauschen irgendwann ihre Handynummern aus. Dann fordert der Unbekannte von dem Kind Bilder in Unterwäsche.

Und er droht dem Mädchen: Wenn sie dieser Forderung nicht nachkomme, werde er ihre Handynummer im Internet veröffentlichen.

Doch die 13-Jährige versendet keine Fotos, sondern vertraut sich ihren Eltern an. Die erstatten eine Strafanzeige bei der Northeimer Polizei. „In diesem Fall konnten weitere Taten unterbunden und das Kind geschützt werden“, berichtet Thomas Sindram vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Northeim.

Diese Taten werden „Cybergrooming“ genannt, Sindram erklärt die Bedeutung: Erwachsene Täter wollen ihre „Bedürfnisse“ auf Kosten von Kindern befriedigen.

Sindram: „Wer versucht, Kindern sexuelle Handlungen aufzudrängen, von ihnen verlangt oder ihnen den Anblick dieser Handlungen zumutet, macht sich strafbar.“

Das Netzwerk „Jugendschutz – und Du“ bestehend aus dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz des Landkreises Northeim, dem Präventionsteam der Polizeiinspektion Northeim und der Northeimer Suchtberatungsstelle Lukas-Werk informierte jetzt zusammen mit der Referentin Ayla Schaub über das Phänomen „Cybergrooming“. Schaub ist seit vielen Jahren ehrenamtlich für den Verein „Juuuport“ tätig, der digitale Beratungsmöglichkeiten für junge Menschen anbietet, die Fragen zu Themen wie „Cybermobbing“, „Sexting“, „Datensicherheit“ oder eben auch „Cybergrooming“ haben.

Eine wichtige Rolle zur Verhinderung solchen Taten spielen laut Sindram auch die Eltern: Sie sollten sich über aktuelle Social-Media-Plattformen informieren, mit ihren Kindern über das Nutzungsverhalten sprechen und versuchen, das Handeln ihrer Kinder nicht pauschal zu kritisieren, sondern sie über mögliche Gefahren aufklären.

Im Landkreis-Netzwerk „Jugendschutz – und Du“ gibt es dazu umfassende Informationen, so Sindram. Weitere Informationen gibt es außerdem im Internet auf der Seite juuuport.de sowie unter soundswrong.de.   (kat)

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