Debatte um Sanierung für 1,5 Millionen Euro entbrannt

Sind zwei Freibäder zu viel für Northeim?

Freibad aus der Vogelperspektive
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Das Bergbad in Northeim: Die Zuschauertribüne am Beckenrad ist marode und muss erneuert oder abgerissen werden.

In beiden Northeimer Freibädern sind umfangreiche Sanierungsarbeiten nötig.

Northeim – Braucht Northeim dauerhaft zwei beheizte Freibäder, die von der neuen Northeimer Sport und Freizeit GmbH (NomSF) - einer 100-prozentigen Tochter der Stadt – betrieben werden? Diese Frage stand in der Etatsitzung des Northeimer Finanzausschusses zur Debatte. In den Raum geworfen hatte sie als Denkansatz die Ausschussvorsitzende, Reta Fromme (CDU).

Hintergrund: In den Haushaltsentwurf der Stadt für 2022 zusätzlich aufgenommen werden sollten 835 000 Euro für umfangreiche Sanierungsarbeiten an beiden Bädern. Für die Folgejahre 2023 und 2024 sind dann noch einmal jeweils 300 000 Euro für beide Freibäder vorgesehen. Insgesamt also ein Investitionspaket in Höhe von 1,45 Millionen Euro. Geld, das die Stadt der neuen NomSF zur Verfügung stellen will, da diese ja neuerdings Betreiberin der Bäder ist.

Angesichts der hohen Summe betonte Fromme, dass darüber vielleicht vor Verabschiedung des Haushalts durch den Stadtrat am 16. Dezember noch einmal im Verwaltungsausschuss gesprochen werden sollte. „In dieser Absolutheit geht das nicht so ohne Weiteres,“ sagte sie. Schließlich gebe es auch noch die offene Badestelle am Freizeitsee und das ebenfalls von der NomSF betriebene Hallenbad.

Berthold Ernst (SPD) hielt dem entgegen, dass die Sanierungsarbeiten nach einer Bereisung beider Bäder durch den Aufsichtsrat der NomSF-Gesellschaft für dringend nötig befunden worden seien. Es gebe einen deutlichen Investitionsstau aus den vergangenen Jahren, und der sollte bei einem Neustart des Bäderbetriebs durch die Gesellschaft aufgelöst werden. Außerdem stehe man gegenüber dem Freibad-Förderverein Sudheim im Wort, das Bad zu erhalten und auf einen modernen Stand zu bringen. Bei den anstehenden Arbeiten gehe es im Bergbad vor allem um die Sanierung, oder besser, um die Beseitigung der maroden und von vielen als unnütz betrachteten Zuschauertribüne.

Im Freibad Sudheim stehe die Erneuerung des gesamten Umkleidetraktes und der Toilettenanlagen sowie kleinere Arbeiten am Becken im Vordergrund, so Ernst gegenüber der HNA, der bei den Ortsbesichtigungen auch zugegen war.

Der Finanzausschuss beließ letztlich erst einmal die Ausgaben für die Sanierungs und Erneuerungsarbeiten an beiden Bädern im Etatentwurf der Verwaltung. Über den wird noch der Verwaltungsausschuss und letztlich der Stadtrat befinden. (Axel Gödecke)

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