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Northeimer Sixti-Kirche wird Festspielort

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Von: Hans-Peter Niesen

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Die St.-Sixti-Kirche in Northeim ist Festspielort der Weserfestspiele 2022. Landeskirchenmusikdirektor Hans-Joachim Rolf (vorne rechts) übergab das Signet der Festspiele an Northeims Kreiskantor Benjamin Dippel. Im Hintergrund die Kantorei, die mithilfe von Gebärdensprache applaudierte.
Die St.-Sixti-Kirche in Northeim ist Festspielort der Weserfestspiele 2022. Landeskirchenmusikdirektor Hans-Joachim Rolf (vorne rechts) übergab das Signet der Festspiele an Northeims Kreiskantor Benjamin Dippel. Im Hintergrund die Kantorei, die mithilfe von Gebärdensprache applaudierte. © Hans-Peter Niesen

Die Northeimer Sixti-Kirche ist seit dem Wochenende offizieller Festspielort der Weserfestspiele 2022 der evangelischen Landeskirche Hannover.

Northeim – Sichtbares Zeichen: Das Signet des dreiwöchigen, musikalischen Großereignisses vom 14. Mai bis 6. Juni längs der Weser, das Northeims Kreiskantor Benjamin Dippel am Freitagabend links neben dem Haupteingang anschraubte.

Mehrere Tausend Musiker und Sänger in rund 80 Veranstaltungen und rund 40 Orten wirken an den Weserfestspielen mit, sagte Landeskirchenmusikdirektor Hans-Joachim Rolf bei der Übergabe des Signets an den Kreiskantor in der Sixti-Kirche. Ziel der Festspiele sei es, die Vielfalt der Kirchenmusik neu erlebbar zu machen.

In Northeim wird am Sonntag, 15. Mai, um 18 Uhr in der Sixti-Kirche eines der Eröffnungskonzerte stattfinden. Unter der Leitung von Benjamin Dippel führen rund 120 Mitwirkende Claudio Monteverdis „Marienvesper“ aus dem Jahr 1610 auf – so es denn die Pandemie zulässt. Die rund 90 Mitglieder der Kantorei gestalten die „sehr selten“ aufgeführte Marienvesper zusammen dem Barockorchester „la festa musicale“, das sich unter anderem beim Schleswig-Holstein-Musik-Festival einen Namen gemacht hat, und dem international renommierten Gesangs-Ensemble Polyharmonique.

„Heute – wie auch zu Zeiten Monteverdis – befinden wir uns in einer Zeit großer Umbrüche, aber auch des Aufbruchs in der Kunst, Architektur und der Musik – in der Wende von der Renaissance zum Barock“, schreibt der Kreiskantor. Die Kantorei freut sich auf die Herausforderung. Dippel: „Man spürt die Lust am Musizieren, manche Stellen schwingen vor Leichtigkeit, andere Stellen sind für die damalige Zeit so modern komponiert, dass es die Menschen ins Staunen versetzt haben muss.“

Das Konzert wird vorab von einer „Reise“ begleitet, bei der insbesondere Kinder und Jugendliche, aber auch alle anderen Interessierten die Marienvesper entdecken können. Dazu haben die Verantwortlichen drei Veranstaltungen organisiert.

Vom 14. März bis zum 14. Mai gibt es eine Ausstellung „als Stationenweg“ in der Sixti-Kirche.

Vom 20. April bis 7. Mai gestalten die Organisatoren unter Einbindung der Actionbound-App einen Entdeckerweg für Kinder durch Northeim zum Engelskranz in der Sixti-Kirche. Überschrieben ist der Weg mit dem Titel „18 Engel für Maria“.

Am 7. Mai, um 11 Uhr wird die Aktion mit einer „Engelsmusik zur Marktzeit“ mit der Kantorei in der Sixti-Kirche abgeschlossen.

Karten für das Konzert am 15. Mai gibt es ab Mitte März bei der reservix.de. (Hans-Peter Niesen)

Weserfestspiele vom 14. Mai bis 6. Juni

Mit den erstmals vom 14. Mai bis 6. Juni stattfindenden Weserfestspielen widmet sich die Landeskirche Hannover 500 Jahren Musikgeschichte. Das Programm reicht von Gregorianik bis Gospel, von Bachkantaten bis zur Tango-Messe. Es gibt unter anderen Konzerte, Musikgottesdienste, Mitmachformate, Werkeinführungen, Schulprojekte, musikalische Radtouren, Klanginstallationen und Dialoge. Die Formate reichen von kleinen, intimen Veranstaltungen bis zu großen Aufführungen wie in Northeim mit der Marienvesper. Die Musik soll alle Generationen begeistern. Veranstaltungsorte sind nicht nur an der Weser zu finden, sondern auch links und rechts davon. Weitere Infos unter weserfestspiele.de. (zhp)

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