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So plant die Stadt Northeim: Fünf Wehren in zwei Häusern

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Von: Olaf Weiss, Kathrin Plikat

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Das Bild zeigt das Feuerwehrhaus in der Northeimer Ortschaft Imbshausen.
Das Feuerwehrhaus in Imbshausen entspricht nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben. Deswegen wird eine Kooperation mit den Nachbarwehren mit Neubau eines gemeinsamen Gerätehauses angestrebt. © Axel Gödecke

Die Stadt Northeim setzt bei der Sicherung des Brandschutzes in den Ortschaften auf Kooperationen von Ortsfeuerwehren.

Northeim – Vor dem Hintergrund maroder Feuerwehrhäuser und -fahrzeuge im Bereich der Stadt Northeim geht die Diskussion um Neubauten und Beschaffungen sowie die Kooperation mehrerer Ortsfeuerwehren in den politischen Gremien der Stadt Northeim weiter.

Jetzt brachte Northeims Stadtbrandmeister Bernard Krzepina im Ausschuss für Feuerwehr, Katastrophenschutz und Sicherheit die Kommunalpolitiker auf den aktuellen Planungsstand: Demnach soll das neue Feuerwehrhaus für die drei Ortsfeuerwehren Denkershausen, Imbshausen und Lagershausen, das seinen Standort in Lagershausen haben soll (HNA berichtete), Ende 2027 fertig sein. Die drei Wehren wollen kooperieren, aber eigenständig bleiben, berichtete Ausschussvorsitzender Alexander Hartmann (FDP).

In dem neuen Feuerwehrhaus sollen drei neue Fahrzeuge stationiert werden: ein Hilfeleistungsfahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug und ein Gerätewagen Logistik. Hintergrund: Mit der neuen Ausrüstung sollen die dann rund 90 aktiven Feuerwehrleute zuständig sein für technische Rettungseinsätze, so Hartmann. Die Stützpunktfeuerwehr Langenholtensen, die diesen Part bislang übernommen hat, soll sich dann auf Brandeinsätze, vor allem auf Waldbrände, konzentrieren.

Natürlich benötige die Umsetzung des Vorhabens Zeit und auch Geld, so Hartmann weiter. Darum könne man auch weiterhin nur von einer groben Planung sprechen.

Auch die Ortsfeuerwehren Hollenstedt und Stöckheim haben schon ihre Bereitschaft zu Kooperation unter dem Dach eines gemeinsamen Feuerwehrhauses signalisiert (HNA berichtete). Zwar wisse man, dass hier dringender Handlungsbedarf bestehe, so Hartmann, weil die Häuser hier – wie auch in den drei anderen Orten – laut Feuerwehr-Unfall-Kasse nicht mehr den Vorschriften entsprechen, doch auch hier werde noch einige Jahre Geduld erforderlich sein.

Von den Kooperationen der Ortsfeuerwehren verspreche man sich neben Kosteneinsparungen auch die Gewährleistung für einen zeitnahen Schutz der Bevölkerung im Einsatzfall, so Hartmann.

Im Entwurf des Doppelhaushalts 2023/24 der Stadt Northeim sind der Bau der Feuerwehrhäuser in Hohnstedt (1,4 Millionen Euro) und der für Stöckheim und Hollenstedt sowie mittelfristig für Denkershausen, Lagershausen und Imbshausen (je 4,3 Mill. Euro) eingeplant.

Offen ist, wie es für die Ortswehr Berwartshausen weitergeht. Nach HNA-Informationen gibt es Pläne, sie räumlich mit der Höckelheimer Wehr zusammenzulegen. Aus dem Rathaus gab es dazu weder eine Bestätigung noch ein Dementi. (Kathrin Plikat und Olaf Weiss)

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