Grünes Licht für weitere Planungen am Schuhwall

Sportcampus an Northeims neuer Sporthalle: Socceranlage statt Bolzplatz?

Statt eines offenen Bolzplatzes sehen die Planungen derzeit den Bau einer solchen oder einer ähnlichen Socceranlage vor.
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Statt eines offenen Bolzplatzes sehen die Planungen derzeit den Bau einer solchen oder einer ähnlichen Socceranlage vor.

Die Planungen für den Bau der neuen Schuhwall-Sporthallehalle sollen weiter gehen. Dafür hat sich der Northeimer Ratsausschuss für Planen, Bauen und Umwelt (PBU) ausgesprochen.

Northeim - Ende August hatte der Bauausschuss seine Entscheidung hierzu noch vertagt, während der Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales bereits seine Zustimmung gegeben hatte.

Kritik gab es aber in der neuen Sitzung des BPU von Ausschussmitglied Eckhard Ilsemann (FDP) hinsichtlich der Planungen für einen Bolzplatz, der ebenso wie eine Skateranlage, ein Outdoor-Fitness-Bereich und ein Kletterareal neben der neuen Dreifeld-Sporthalle entstehen soll.

„Das, was hier geplant ist, ist kein Bolzplatz, sondern eine Socceranlage, und das ist was völlig anderes“, sagte Ilsemann und erinnerte daran, dass die Stadt Northeim bereits 2015 den Bau eines Bolzplatzes neben dem D-Platz des Gustav-Wegner-Stadions geplant hatte.

Der sollte ähnlich wie der derzeitige Bolzplatz auf der Freizeitanlage Vogts Teich mit einem tartanähnlichen Belag auf einem damals noch als Kleingarten genutzten städtischen Areal entstehen. Hintergrund war, dass der FC Eintracht im Gegenzug für einen städtischen Zuschuss von 100 000 Euro für den Kunstrasenplatz den D-Platz bislang der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hatte, ihn aber künftig für Trainingszwecke allein selbst nutzen wollte.

Die Pläne für den Bolzplatz, für die damals 40 000 Euro in den städtischen Haushalt eingestellt worden waren, wurden zunächst auf 2017 verschoben und letztendlich aufgegeben. Stattdessen sollte auf Vorschlag von Stadtkämmerer Jörg Dodenhöft ein neuer Bolzplatz im Bereich der neuen Schuhwallhalle entstehen.

Derzeit gebe es zwar seitens des FC Eintracht die Regelung, dass in den trainings- und spielfreien Zeiten Interessierte in Ermangelung eines Bolzplatzes den Kunstrasenplatz nutzen könnten, beschrieb Ilsemann die aktuelle Situation. Aufgrund der starken Frequentierung des Platzes sei der FC Eintracht aber mittlerweile gezwungen, an den Wochenenden die Tornetze abzunehmen, um Schäden zu vermeiden.

Eine Socceranlage, wie sie jetzt vorgesehen sei, könne keinesfalls ein so großes Interesse befriedigen, ist Ilsemann überzeugt. Insofern müssten die Planungen noch einmal überdacht werden.

Gesamtkosten jetzt bei 17 Millionen Euro

Die Gesamtkosten für den Sportcampus mit der neuen Sporthalle werden vom Architekturbüro auf knapp 17 Millionen Euro beziffert – einschließlich der Kosten für Abriss der alten Schuhwallhalle und der Herrichtung des Geländes für die neue Halle. Die soll künftig Platz für 985 Zuschauer bieten und über eine zusätzliche Gymnastikhalle verfügen.

So soll die neue Schuhwallhalle aussehen: Diese Skizze zeigt einen Blick aus Richtung Norden auf das geplante Gebäude. Zu sehen sind die Gymnastikhalle (links im Vordergrund) und der Haupteingang.

Darüber hinaus sollen für die Besucher des gesamten Sportcampus, zu dem auch das Hallenbad gehören wird, 160 Parkplätze und 50 Abstellplätze für Fahrräder entstehen. (Niko Mönkemeyer)

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