Sonderausschuss soll’s richten

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Sanierungsbedürftig: Die Northeimer Fußgängerzone.

Northeim. Um die Sanierung der Northeimer Fußgängerzone voranzutreiben, soll ein gesonderter städtischer Sanierungsausschuss eingerichtet werden, in dessen öffentliche Sitzungen auch die Bevölkerung eng eingebunden werden soll.

Das haben die SPD-Ratsfraktion und der SPD-Ortsverein Northeim jetzt vorgeschlagen.

Die Entwicklung und damit die Zukunft der Northeimer Innenstadt sei eines der wichtigsten Themen der kommenden Jahre, heißt es hierzu in einer Pressemitteilung der SPD. Mit der Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm sei bereits ein wichtiger Zwischenschritt getan, so Tobias Meinshausen, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, und Berthold Ernst, Chef der SPD-Fraktion im Northeimer Rat. Nun sei der Rat in der Pflicht, frühzeitig politische Eckpunkte festzulegen und zu diskutieren. Die SPD schlägt neben der Schaffung eines Sanierungsausschusses dazu vor:

• Der Münsterplatz soll als Open-Air-Multifunktionsplatz auch in Zukunft erhalten bleiben.

• Die Frage zur künftigen Größe und Struktur der Fußgängerzone sollte angesichts des ausgeprägten Leerstandes frühzeitig geklärt werden. Dabei ist nach Ansicht der Sozialdemokraten zu berücksichtgen, dass sich das Einkaufsverhalten der Menschen stark verändert hat und sich noch weiter verändern wird.

• Mit der Kaufmannschaft und den Wirtschaftsbetrieben sollte geklärt werden, welche Wünsche für eine lebendige Innenstadt bestehen. Im Rahmen eines Bürgerdialogs habe die SPD dazu bereits einige Vorschläge auf den Tisch gelegt, betonen Meinshausen und Ernst und nennen die Verbesserung der Sitzgelegenheiten und die Schaffung neuer Verweilmöglichkeiten und Spielgeräte für Kinder als Beispiele. Auch die Stadtverwaltung könne durch eine Aufwertung des Bürgerbüros ganz konkret zur Belebung der Fußgängerzone beitragen.

• Bei der Neugestaltung der Pflasterung müssen nach Ansicht der Sozialdemokraten auch die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen und von jungen Familien berücksichtigt werden. Die Oberflächengestaltung der 80er Jahre habe heute bei der Masse der Bevölkerung keine Akzeptanz mehr, und eine Barrierefreiheit sei nicht gegeben.

• Die Frage, ob ein Vollausbau beziehungsweise eine Vollsanierung der Fußgängerzone nötig ist, muss umgehend gemeinsam mit den Versorgungsunternehmen geklärt werden.

• Die Stadtverwaltung muss Hauseigentümer in der Innenstadt frühzeitig darüber informieren, inwieweit sie durch eventuelle Straßenbaubeiträge finanziell belastet werden. (nik)

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