Sonntagseinkauf steht auf dem Prüfstand

Einkaufsbummel: Die verkaufsoffenen Sonn- und Feiertage stehen in Niedersachsen derzeit auf dem Prüfstand. Foto: dpa

Northeim. Womöglich wird es in Northeim künftig weniger verkaufsoffene Sonntage geben.

Nachdem die Gewerkschaft Verdi bereits im Oktober erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht Hannover gegen zwei geplante verkaufsoffene Sonntage am 8. November und 27. Dezember in Hannover geklagt hatte, zieht das niedersächsische Sozialministerium derzeit eine Neufassung des Landesgesetzes in Erwägung.

„Wir sehen da großen Handlungsbedarf“, sagt David Matrai, der beim Verdi-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen für den Fachbereich Handel zuständig ist. Aus seiner Sicht hat es sich „landesweit eingeschlichen“, die bestehende gesetzliche Regelung zu umgehen. Städten, die nicht als staatlich anerkannte Ausflugsorte gelten, sei es derzeit gestattet, pro Jahr lediglich vier verkaufsoffene Sonntage auszuweisen. Gängige Praxis sei es aber, diese nicht einheitlich zu genehmigen, sondern für die jeweiligen Stadtteile einzeln zu regeln, sodass insgesamt mehr verkaufsoffene Sonntage angeboten werden.

Nach Einschätzung von Friedhelm Trakies, stellvertretender Vorsitzender des Northeimer Stadtmarketingvereins, sollte es künftig nicht weniger, sondern eher mehr verkaufsoffene Sonntage geben. „Das wäre mit Sicherheit im Sinne der Kunden, denn die nutzen gern solche Gelegenheiten, um in Ruhe ihre Einkäufe erledigen zu können.“

Insbesondere der 27. Dezember, für den Verdi in Hannover eine Öffnung der Geschäfte verhindert habe, sei in anderen Orten einer der umsatzstärksten Tage des Jahres gewesen, betont Trakies und verweist darauf, dass es in anerkannten Ausflugsorten zum Teil grundsätzlich möglich sei , sonntags die Geschäfte zu öffnen.

Aus Sicht der Kirche sind die bisherigen vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr ein akzeptabler Kompromiss.

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