Einige sind durch die Trockenheit der beiden vergangenen Jahre so geschädigt, dass sie gefällt werden müssen 

Sorge um 10 000 Stadtbäume in Northeim 

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Auch die Bäume am Tourlaviller Wall sind erfasst.

Northeim – In der Stadt Northeim werden derzeit vermehrt Baumpflegearbeiten vorgenommen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Restarbeiten könnten noch bis 29. Februar laufen.

Die Stadt stellt nach Angaben von Stadtbaurat Frederick Alexander Backhaus gerade neu ein Baumkataster auf und verschaffe sich einen Überblick über den Gesamtbaumbestand und dessen Zustand.

Im gesamten Stadtgebiet, abzüglich der Forstflächen, befänden sich nach derzeitiger Schätzung etwa 10 000 Bäume, ergänzt Gärtnermeister Henning König, der in der Stadt für die Baumpflege-Koordinierung zuständig ist. Er betreut das im Aufbau befindliche Baumkataster. Über die Hälfte der Bäume auf Grünflächen und in Parks des Stadtgebiets sowie in den Ortschaften seien bereits erfasst, begutachtet und mit angenagelten Nummern versehen.

Henning König betreut das Baumkataster.

Viele Bäume hätten den ungewöhnlich trockenen Sommer 2018 nicht ohne Schaden überstanden fährt König fort. Hinzu sei 2019 eine sehr trockene Phase während des Austriebs im Frühjahr gekommen und es habe eine weitere, länger dauernde Trockenphase im Sommer gegeben.

Selbst an unversiegelten Standorten sei der Gehalt an pflanzenverfügbarem Wasser im Boden derart abgesunken, dass einige Bäume diese Phase nicht überstanden hätten, so König. Besonders hart habe es Birken getroffen, von denen über 20 gefällt werden mussten. Stark betroffen seien auch und die bereits durch das Eschentriebsterben vorgeschädigten Eschen. Aber auch Jungbäume hätten es nicht leicht gehabt.

Andere Bäume hätten aus Gründen der Verkehrssicherheit entnommen werden müssen, weil an manchen Standorten das Ende der Alterungsphase erreicht worden sei oder Pilze, Wurzel- und Sturmschäden eine Fällung unumgänglich gemacht hätten.

Baurat Backhaus: „Keine der Baumfällungen fällt uns leicht.“ Vorrangiges Ziel sei der Erhalt und die Pflege eines vitalen Baumbestandes, der die Aufenthalts- und Luftqualität der Stadt erhöhe. Jeder gefällte Baum werde ersetzt. Wenn dies nicht an den ursprünglichen Standorten möglich sei, seien Pflanzungen an Ausweichstandorten geplant.

Gefällte Bäume würden stets durch neue ersetzt, sagt Stadtbaurat Frederic Alexander Backhaus. Die in den vergangenen Jahren verstärkt spürbaren Folgen des globalen Klimawandels würden bei der Auswahl der neu anzupflanzenden Baumarten ebenso berücksichtigt wie die gestiegene Sensibilität der Bevölkerung für den Insektenschutz. Bei Fragen zur Baumgesundheit im Stadtgebiet können sich Einwohner an Henning König, Tel. 05551/ 966 118, wenden.

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