Anlage soll 600 000 Euro kosten

Eintracht Northeim baut ersten Kunstrasenplatz im Kreis

+
Erster Spatenstich: Eintracht-Präsident Wolfgang Hermann (von links), KSN-Vorstandschef Guido Mönnecke, Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser, KSB-Vizechef Gerhard Haupt und Projektleiter Tim Schwabe gaben symbolisch den Startschuss für den Bau.

Northeim. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich begannen am Mittwoch offiziell die Bauarbeiten für die Errichtung des ersten Kunstrasenplatzes im Kreis Northeim.

Gebaut wird der Platz vom Fußballclub Eintracht Northeim auf dem von ihm bewirtschafteten Stadiongelände an der Rhume. 600.000 Euro wird die neue Anlage gekostet haben, wenn auf ihr, wie Eintracht-Präsident Wolfgang Hermann betonte, Ende Oktober die ersten Kicker auflaufen, um zu trainieren oder Punktspiele zu bestreiten.

Hermann dankte besonders der Stadt Northeim und dem Kreis- und Landessportbund, aber auch den Sponsoren wie der Kreis-Sparkasse Northeim für die finanzielle Unterstützung des Vorhabens, das er für die Stadt Northeim als ein Initialprojekt bezeichnete. Der Eintracht-Chef: „Göttingen hat die Uni, Einbeck den PS-Speicher und Northeim soll sich zu der Sportstadt der Region entwickeln. Dieser Platz hier ist der erste Schritt.“

Was in über dreijähriger Vorarbeit hinter den Kulissen von Vereinsmitgliedern und vielen Unterstützern gemeinsam geschafft worden sei, bezeichnete Hermann als „unfassbare Leistung, die uns alle in Northeim stolz machen sollte“. Insbesondere hob er Projektleiter Tim Schwabe hervor, der den Großteil der „Herkulesaufgabe“ manage.

Auch die Notwendigkeit des Kunstrasenplatzes als Ersatz für den abgängigen Hartplatz hob der Eintracht-Präsident noch einmal hervor. 25 Mannschaften im Spielbetrieb und über 400 junge Menschen, die Fußball spielen, das sei für Northeim in den vergangenen 30 Jahren ein Rekord. Hermann: „Und es werden immer mehr Jugendliche, die zu uns kommen.“

Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser gratulierte Eintracht Northeim zu dem Kooperationsmodell, das der Verein für das Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Kreissportbund (KSB) und Spendern gefunden habe. Aus Sicht der Stadt habe nichts Besseres passieren können, als dass Eintracht die Pflege der Stadionsportanlagen übernommen habe. Bei dem Bau des neuen Platzes durch die Eintracht handele es sich um eine Investition, die auch dem Gemeinwohl diene, und an der sich die Stadt gern mit 100.000 Euro beteilige.

Die Idee der „Sportstadt Northeim“ stamme vom Vorsitzenden des Northeimer Handballclubs, Knut Freter, fuhr er fort. Er habe sie als Bürgermeister gern aufgenommen, und mit dem Kunstrasenplatz nehme diese Vision nun Formen an. „Wir dürfen jedoch den Handball nicht vergessen, das wäre der nächste Schritt.“

Der Vize-Chef der Kreissportbunds, Gerhard Haupt, beglückwünschte für den verhinderten KSB-Präsidenten Heinz-Jürgen Ehrlich Eintracht zum Projekt, das der KSB stets unterstützt habe und für das der Landessportbund über 100.000 Euro als Zuschuss locker gemacht habe. Eintracht Northeim selbst will für den Kunstrasenplatz 120.000 Euro durch Eigenleistungen bereitstellen.

Hintergrund:

Der Kunstrasenplatz ist 170 Meter lang und 70 Meter breit. Auf ihm entstehen ein Fußballplatz in Normgröße sowie, quer davor, ein großer und ein kleiner Bolz-Trainingsplatz. Der in Bahnen verlegte Kunstrasen besteht aus Kunststofffasern, in die eine kleine Schicht Sand und darauf eine Schicht Gummi-Granulat eingestreut werden. Auch 16 Flutlichtmasten sind geplant. Die Kosten von 600.000 Euro werden durch Zuschüsse der Stadt und des KSB (je 100.000 Euro), durch Eigenleistung von Eintracht (120.000 Euro) und Spenden (280.000 Euro) finanziert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.