Bei Verstößen drohen teils hohe Bußgelder

„Spaziergänge“ jetzt im gesamten Landkreis Northeim nur noch mit Maske

Mit Abstand und Maske: Wer in den nächsten Wochen einen Gottesdienst besuchen will, sollte sich vorher über die geltenden Regeln bei seiner Kirchengemeinde informieren.
+
Ab sofort müssen im Landkreis Northeim bei Versammlungen unter freiem Himmel FFP2-Masken getragen werden (Symbolbild).

Ab sofort gilt für den gesamten Landkreis Northeim eine Maskenpflicht für Versammlungen unter freiem Himmel.

Northeim - Damit sind die Teilnehmer aller Versammlungen im Freien, zu denen laut Mitteilung der Kreisverwaltung explizit auch die nicht angemeldeten „Corona-Spaziergänge“ gehören, verpflichtet, eine Atemschutzmaske mindestens des Schutzniveaus FFP2 oder KN95 zu tragen.

Nach den Städten Northeim und Einbeck, die aufgrund eigener Ordnungsbehörden inzwischen selbst entsprechende Verfügungen erlassen haben (HNA berichtete), hat die Northeimer Kreisverwaltung am Mittwoch für alle anderen Städte und Gemeinden im Kreisgebiet eine entsprechende Verfügung veröffentlicht.

Laut Landkreis-Sprecher Dirk Niemeyer sieht die niedersächsische Corona-Verordnung für Versammlungen unter freiem Himmel relativ unkonkrete Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen vor.

Darum habe das niedersächsische Innenministerium die Ordnungsbehörden in Niedersachsen inzwischen gebeten, entsprechende Regelungen zu erlassen. Das sei nun mit den Allgemeinverfügungen geschehen.

Verstöße gegen die Maskenpflicht können damit ab sofort mit Bußgeldern in Höhe von 100 bis 150 je Teilnehmer geahndet werden. Den Verantwortlichen drohen laut Niemeyer sogar Bußgelder zwischen 1000 und 3000 Euro.

Erst am Dienstagabend fand in Einbeck ein ebenfalls nicht angemeldeter „Spaziergang“ von laut Polizei Impfkritikern statt, bei dem es zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen „Spaziergängern“ und Teilnehmern einer Gegendemonstration gekommen war. Ein „Spaziergänger“ wurde leicht verletzt.

Laut Polizei Einbeck hatten sich zunächst 30 Impfkritiker in der Innenstadt getroffen, sich dann aber, als die Polizei die für ihren „Spaziergang“ geltenden Auflagen verlas, in Kleingruppen aufgeteilt, um durch die Einbecker Innenstadt zu gehen.

Dort trafen sie laut Polizeibericht auf Teilnehmer der von Bündnis „Einbeck ist bunt“ und „Seebrücke“ initiierten, ordnungsgemäß angemeldeten Gegendemonstration. Dabei kam es neben verbalen Auseinandersetzungen auch zu körperlicher Gewalt. Die Polizei erteilte mehrere Platzverweise.

Danach habe sich die Lage wieder beruhigt, hieß es am Mittwoch seitens der Einbecker Polizei. (kat)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.