Finanzierung soll trotz des Einnahmeeinbruchs durch Corona möglich sein

SPD: Planung für neue Schuhwallhalle nicht voreilig stoppen

Northeim, überarbeiteer Entwurf für die neue Schuhwallhalle, Seitenansichten, Entwurf: Eling
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So soll die neue Halle aussehen

Northeim – Gegen eine voreilige Beendigung der Planungen für die neue Schuhwallhalle hat sich der finanzpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Berthold Ernst, ausgesprochen. „Wer tatsächlich eine Halle will, darf auch in diesen schwierigen Zeiten nicht auf die Bremse treten“, sagte er.

Er wendet sich damit gegen einen gemeinsamen Antrag von CDU, FDP, Grünen und der Gruppe FuL/Linke

Ein Planungsstopp und ein Stopp des Grunderwerbs wären absolut kontraproduktiv, betonte Ernst. Es sei denn, man wolle keine neue Halle am Schuhwall. „Dann sollte man aber konsequent sein und das Visier hochklappen und sich nicht hinter fadenscheinigen und nicht tragenden haushalterischen Argumenten verstecken.“

Berthold Ernst, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion

Trotz des zu erwartenden Steuereinnahmeeinbruchs für die Stadt infolge der Corona-Krise sei die Investition des Hallenneubaus zu stemmen, erklärte Ernst. Der Bau könne in jedem Fall nur realisiert werden, wenn Fördermittel in beträchtlichem Umfang dafür fließen.

Zu erwarten seien aber massive Konjunkturprogramme des Bundes, um die Corona-Rezession schnell zu überwinden. „Das ist – nach heutigem Kenntnisstand – eine riesige Chance relativ kurzfristig an eine auskömmliche Finanzierung für den Neubau der Sporthalle zu gelangen“, sagte Ernst. Deshalb wäre es kontraproduktiv die weitere Planung und den Kauf des Grundstücks jetzt auf Eis zu legen. Die Fläche wäre, sollte der Neubau nicht zustande kommen, auch leicht wieder als innenstadtnahes Wohnbauland zu veräußern – der Kauf also risikolos.

Ernst erinnerte außerdem daran, dass die Investition als auch der spätere Betrieb der neuen Halle von der noch zu gründenden städtischen Sport und Freizeit GmbH getragen werden soll, den städtischen Haushalt also nicht direkt belastet.

Im Gegenteil: Der städtische Haushalt würde nicht mehr durch die Betriebskosten der Schuhwallhalle belastet, die derzeit vor allem wegen einer mangelhaften Dämmung hoch seien.

Die Sport und Freizeit GmbH, die sich als künftiger Gesellschafter der Stadtwerke aus deren Überschüssen finanzieren soll, würde nach Ernsts Worten außerdem für die für den Hallenneubau notwendigen Kredite die gleiche Konditionen wie die Stadt mit einem Zinssatz nahe null Prozent bekommen. Als Belastung bliebe also allein die Tilgung.

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