Umstrittener Spender

Spende für Kinder abgelehnt: Tim K. hat noch einen Korb bekommen

Northeim. So etwas nennt man wohl eine schillernde Person. Über Tim K., den beim Kirchenkreis Leine-Solling unerwünschten Spender, sind nach weiteren Recherchen weitere Details bekannt geworden.

Wie er auf seiner Facebookseite schreibt, hat inzwischen auch das Kinderhospiz „Löwenherz“ in Bremen seine Spende abgelehnt. Dorthin wollte er das zuvor in Northeim abgelehnte Geld schicken. Auf seiner Facebook-Seite bezieht er generell in überdeutlichen Worten Stellung gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und reiht kritische bis ausländerfeindliche Posts aneinander und hetzt gegen Gutmenschen.

So heißt es in einem Post vom 30. März: „Wenn eine Frau vergewaltigt oder belästigt wird, dann heißt es, dass Einheimische das auch machen. Wenn ein Mensch zusammengeschlagen wird, dann heißt es, dass Einheimische das auch machen. Wenn gestohlen und geraubt wird, dann heißt es, dass Einheimische das auch machen. Wenn sich diese sogenannten „Gutmenschen“ anscheinend so sehr für die Einheimischen interessieren, wo war dann ihre Nächstenliebe für Obdachlose, bedürftige ältere Menschen, Kinderheime und Tierheime?

Alles nur Heuchelei!(...) Für solche Menschen habe ich zwei Dinge im Überfluss übrig: Mitleid und Humor. Und eines noch zusätzlich ganz besonders: Verachtung!“

Der einstige SEK-Mann saß wegen seines privat gestarteten gewalttätigen Versuchs, eine Prostituierte aus dem Rotlichtmilieu zu befreien, in U-Haft und ist laut Presseberichten wegen Körperverletzung und unerlaubtem Waffenbesitz vorbestraft. Er bezichtigt außerdem einen V-Mann, den die Polizei in der Rockerszene platziert hatte, des Mordes.

Dass ein Spezialeinsatzkommando, also einstige Kollegen von ihm, nach seinen Anschuldigungen seine Wohnung stürmte und Material fotografierten, das er als Beleg für seine Behauptungen anführt, wertet er als Einschüchterungsversuch.

Ihm wird außerdem Nähe zur als rechtsradikal geltenden „Identitären Bewegung“ nachgesagt. Er weißt das auf Facebook mit aller Entschiedenheit zurück: "Ich habe aber auch rein gar nichts mit dieser Bewegung zu tun, hatte es niemals und werde es auch niemals."

Rubriklistenbild: © Weiss

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