CDU beantragt Änderung

Sportplatz in Höckelheim ist eigentlich illegal

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Der Höckelheimer Sportplatz aus der Vogelperspektive: Die Sportfläche und die am Rande in den vergangenen Jahrzehnten entstandenen Anlagen wie das Sporthaus (rechts unten am Platzrand) und Garagen sind bislang vom Baurecht her nicht abgesichert.

Höckelheim. Jahrzehntelang sind im Bereich des Höckelheimer Sportplatzes Gebäude und andere Anlagen entstanden, die baurechtlich nicht abgesichert und so eigentlich illegal sind.

Auch der gesamte Sportplatz ist auf einem Gelände angelegt, der im geltenden Bebauungsplan eigentlich Wohnbauland ist. Die Sünden der Vergangenheit sollen nun geheilt werden. Das möchte die CDU-Stadtratsfraktion.

Aufgefallen ist die Situation, die dem geltenden Planungsrecht widerspricht, im kürzlich eingeleiteten Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans „Friedhofsgelände Höckelheim“, wo es um die Absicherung von Hinterlieger-Bauplätzen neben dem Sportplatz ging.

Um den Betrieb des Sportplatzes planungsrechtlich für die Zukunft abzusichern, müsse nach Auffassung des Höckelheimer CDU-Ratsherrn Christian Binnewies unbedingt eine Änderung des B-Planes „Langeracker“ vorgenommen werden.

Binnewies: „Nach dem seit 1984 rechtsgültigen Bebauungsplan besteht sogar die Möglichkeit, den Bereich des Sportplatzes zu bebauen. Das geht nicht.“

Abriss bislang denkbar

Die seit 1984 auf dem Gelände erfolgten baulichen und gestalterischen Maßnahmen, wie das Sporthaus und die Materialgarage, stehen ebenfalls nicht im Einklang mit dem Bebauungsplan. Binnewies: „Bei konsequenter Einhaltung der Planvorgaben müsste das alles sogar abgerissen werden.“

Die Einleitung einer Teiländerung des B-Plans könnte dem entgegenwirken, heißt es in einem Antrag der CDU-Stadtratsfraktion an den Northeimer Stadtrat.

Auch eine frühzeitige Verlängerung des Pachtvertrages mit der Klosterkammer für das Sportplatzgelände schlägt die CDU vor. Statt der bisherigen Duldung der Sportflächen nebst baulicher Anlagen solle Bestandsschutz und so die Absicherung des Sportplatzbetriebes für die Zukunft erfolgen, heißt es in dem Antrag der Fraktion.

Binnewies: „Die Sportplatzfläche sollte auch als die grüne Lunge des Dorfkernes erhalten bleiben.“

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