Modellprojekt im Fachwerk-Fünfeck

St. Blasien in Northeim bald nationales Projekt?

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Einst war er Teil des Northeimer Klosters: der St.-Blasien-Komplex in der Innenstadt. Jetzt hat die Stadt Großes mit ihm vor.   

Jede der fünf im Fachwerk-Fünfeck zusammengeschlossenen Städte haben schon vor Jahren je eine denkmalgeschützte Vorzeige-Immobilie bestimmt, die vorbildlich saniert und einer neuen Nutzung zugeführt werden soll. In Northeim ist das der St.-Blasien-Komplex, und der soll nun ein Sanierungsprojekt nationales Ranges werden.

Hintergrund: Vier der fünf Kommunen aus dem Fachwerk-Fünfeck, nämlich Northeim, Einbeck, Duderstadt und Hann. Münden, haben beschlossen, sich mit ihrer Konzept-Immobilie, so heißen die Vorzeige-Sanierungsobjekte, für das Förderprogramm des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus“ zu bewerben. Das bestätigte Northeims Bürgermeister Simon Hartmann.

Die Bewerbung soll unter dem Dach des Fachwerk-Fünfecks passieren und auch zentral koordiniert werden, sagte Hartmann, möglicherweise von Northeim aus, wo die Geschäftsstelle des Fachwerk-Fünfecks ihren Sitz hat.

Wie die drei anderen Kommunen erhofft sich auch die Stadt Northeim einen Zuschuss in Höhe von 90 Prozent der Investitionen. Das wären im Falle des St.-Blasien-Komplexes über 2,9 Millionen Euro, denn laut einer Schätzung kostet die Sanierung des einstigen Klosterkomplexes am Northeimer Münsterplatz rund 3,3 Millionen Euro.

Bereits im vorigen Jahr hatte ein vom Fachwerk-Fünfeck beauftragtes Planungsbüro eine Machbarkeitsstudie für das Objekt im Herzen Northeims erstellt und diese auch öffentlich vorgestellt.

Im Mittelpunkt der Studie steht die barrierefreie Erschließung des Komplexes über alle drei Etagen über einen Fahrstuhl. Außerdem sollen in allen Etagen Wände entfernt werden, um, wie einst vorhanden, Säle zu schaffen, im Erdgeschoss für Veranstaltungen mit einem Fassungsvermögen von bis zu 120 Plätzen, im ersten Geschoss für einen Lesesaal und im zweiten Obergeschoss für einen großen Trausaal für Hochzeitsgesellschaften.

Das sind die Konzeptimmobilien

Im Projekt Fachwerk-Fünfeck hat jede der fünf beteiligten Städte (Northeim, Hann.Münden, Duderstadt, Einbeck und Osterode) eine sogenannte Konzeptimmobilie benannt. Dabei handelt es sich jeweils um eine leer stehende oder „untergenutzte“ Immobilie, für die beispielhaft ein Modernisierungs- und Umnutzungskonzept erstellt wird.

 Vier der Städte wollen jetzt mit ihren Konzepthäusern ins nationale Förderprogramm. Folgende Häuser sind gemeldet: • Northeim: der St.-Blasien-Komplex. • Einbeck: das Alte Rathaus am Marktplatz. • Hann. Münden: ein barockes Fachwerkhaus, Lohstraße 12, das überputzt und als solches nicht mehr erkennbar ist. • Duderstadt: das Westwerk der kath. Pfarrkirche St. Cyriakus, das zu einem Ausstellungssaal umgenutzt werden soll.

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