SPD, CDU und Grüne hatten ihn angezeigt

Hausdurchsuchung im Rathaus: Ermittlungen gegen Northeims Bürgermeister Tannhäuser

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Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser.

Northeim. Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat gegen Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Urkundeunterdrückung eingeleitet.

Das hat die Behörde am Mittwoch mitgeteilt. Die Ratsfraktionen von SPD, CDU und Grünen hatten Anzeige gegen den Verwaltungschef erstattet (HNA berichtete).

Darin werfen sie ihm unter anderem vor, vor der Gewährung von Akteneinsicht zum Verwaltungsvorgang über den Brandschutz im City Center Grafenhof zahlreiche Schriftstücke aus den Akten entfernt zu haben, damit die Ratsmitglieder sie nicht einsehen können.

Aktualisiert um 16.24 Uhr.

Das Amtsgericht Göttingen hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft einenDurchsuchungsbeschluss erlassen, der laut des Sprechers der Ermittlungsbehörde, Andreas Buick, am Montag vollstreckt worden sei. Dabei, so Buick, fanden Beamte der Northeimer Polizei die entfernten Aktenbestandteile in einer Teeküche des Rathauses. Buick: „Wer diese dorthin gebracht hat, ist derzeit unklar und Gegenstand der Ermittlungen.“

Bei den weiteren Ermittlungen soll nach seinen Worten auch geklärt werden, ob die in der Teeküche gefundenen Unterlagen identisch sind mit denen, die den Ratsfraktionen auf Verlangen nachträglich vorgelegt worden sind.

Bereits vor vier Wochen hatte es eine Durchsuchung im Rathaus gegeben. Damals wurden Akten sichergestellt, um festzustellen wer die Beseitigung von Parkplätzen in der Finkenstraße in Auftrag gegeben hatte, die inzwischen wieder angelegt worden sind.

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