Stadt erstattet Anzeige wegen Logo-Gebrauchs

Nogida: Northeimer gründen Ableger von Pegida-Bewegung

Northeim. In Northeim ist ein Ableger der Pegida-Bewegung aufgetaucht. Nogida (Northeimer gegen die Islamisierung des Abendlandes) ist seit fünf Tagen mit einer Facebookseite präsent.

Diese hat schon 211 Fans gefunden (Stand Montagnachmittag). Bei der Stadt Northeim ist Nogida, deren Begründer auf der Facebookseite anonym bleiben und deren Anzahl unklar ist, auf Missfallen gestoßen. Sie hat bei der Staatsanwaltschaft Göttingen Anzeige erstattet, weil Nogida im Internet das Northeimer Stadtwappen verwendet hat. „Wir achten darauf, dass unser Wappen nicht missbräuchlich verwendet wird“, bestätigte Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser die Anzeige. Inzwischen ist es von der Nogida-Facebookseite aber bereits wieder verschwunden.

Aber nicht nur auf der juristischen Schiene hat die Auseinandersetzung mit Nogida begonnen. Zwei Tage, nachdem die Nogida-Seite online gegangen ist, erschien bei Facebook außerdem eine Seite „#Nonogida“. Sie hat es bisher auf 179 Fans gebracht. Auch ihre Macher geben sich im Internet nicht zu erkennen. Das Northeimer Bündnis gegen Rechtsextremismus hat für Montag, 19. Januar, 17 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Münsterplatz aufgerufen.

Im Namen der Stadt distanzierte sich Tannhäuser nachdrücklich von Nogida: „Ich stehe für eine pluralistische und polyglotte Gesellschaft.“ Die Stadt werde darauf achten, dass niemand den Anschein erwecken kann, sie stehe hinter Nogida.

Weil es sich bei der missbräuchlichen Verwendung von Wappen und Ähnlichem aber nur um eine Ordnungswidrigkeit und nicht um eine Straftat handelt, hat die Staatsanwaltschaft nach Angaben von Sprecher Andreas Buick das Verfahren an die Polizei weiter gereicht. Sollten deren Ermittlungen zum Ergebnis kommen, es handelt sich um eine missbräuchliche Wappen-Verwendung, wäre es Sache des Landkreises, ein Bußgeld festzusetzen. (ows)

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