Nebenerwerbslandwirt darf Anlage für 960 Schweine errichten

Stadt genehmigt Schweinestall-Bau bei Langenholtensen

Westlich der Northeimer Ortschaft Langenholtensen (im Hintergrund) kann ein Nebenerwerbslandwirt jetzt einen Schweinestall bauen. Im Ort hatte es in der Vergangenheit Proteste gegeben.
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Westlich der Northeimer Ortschaft Langenholtensen (im Hintergrund) kann ein Nebenerwerbslandwirt jetzt einen Schweinestall bauen. Im Ort hatte es in der Vergangenheit Proteste gegeben.

Die Stadt Northeim hat den Neubau eines Schweinestalls oberhalb von Langenholtensen westlich der Bundesstraße 248 jetzt genehmigt.

Langenholtensen - Das teilte Northeims Stadtbaurat Frederik Alexander Backhaus in einer Sitzung des städtischen Bauausschusses mit. Es handelt sich um einen Schweinemaststall, den ein Langenholtenser Nebenerwerbslandwirt bauen möchte (HNA berichtete). Der Antragsteller habe ein Anrecht auf die Errichtung der Anlage.

Da die Kapazität mit vorgesehenen 960 Tieren weit unter der gesetzlich vorgeschriebenen Grenze von 1500 Mastschweineplätzen liegt, braucht die Anlage keine Genehmigung nach dem Immissionsschutzgesetz. Auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung wird gesetzlich nicht gefordert. Bauherr Eric Bremer hatte seine Pläne im vorigen Jahr freiwillig den Bürgern in einer Sitzung des Ortsrates Langenholtensen vorgestellt. Danach will er die Anlage auf seinem eigenen Acker, etwa 400 Meter entfernt von der Ortsgrenze bauen.

Der Maststall hat in zwei Gebäuden die Maße von 43 mal 31 Metern und bietet Platz für 960 Tiere. Die Anlage soll nach den Tierwohlstandards gebaut werden. Lange Tiertransporte zum Schlachtbetrieb sollen laut Bremer vermieden werden.

Aus Teilen der Langenholtenser Bevölkerung hatte es immer wieder Proteste gegeben, als die Planung erstmals 2017 bekannt wurde. Unter anderem hatte es eine Unterschriftenaktion gegen das Vorhaben gegeben, bei der rund 400 Unterschriften zusammenkamen.  

(Axel Gödecke)

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