Stadt lässt Giftköder gegen Ratten auslegen

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Ratte auf der Flucht: Die Stadt will die Nagetiere mit Gift bekämpfen.

Northeim. Die Stadt Northeim startet eine routinemäßigen Rattenbekämpfungsaktion. Ein besonderer Befall mit den krankheitsübertragenden Nagetiere liege nicht vor, heißt es.

Die Aktion, mit der die Firma Gruber aus Burgwedel beauftragt wurde, beginnt am Dienstag, 19. Mai,und dauert voraussichtlich bis zum 3. Juni.

Die Bekämpfungsmaßnahmen erfolgen vornehmlich im Bereich der Kernstadt. In den Ortschaften werden nach Mitteilung der Verwaltung nur vereinzelt Köder ausgelegt.

Im Freiland werden an stark von Menschen frequentierten Plätzen verschlossene Köderboxen eingesetzt, teilte die Stadt weiter mit. Ansonsten kommen Köderröhren, 70 cm lang, an den Bachläufen zum Einsatz. Auch im Kanalnetz werden Köder ausgelegt.

Als Bekämpfungsmittel werde Frunax DS in Tüten oder als Festköder eingesetzt. Die Köder sind mit dem Wirkstoff „Bromadialon“ präpariert.

Sie sind außerdem mit Bitterstoffen behandelt, die einen Verzehr insbesondere von Kindern verhindern sollen. Kinder müssten nach Mitteilung der Verwaltung mindestens 400 Gramm aufnehmen, um erste Vergiftungserscheinungen zu haben. Im Vergleich hierzu sei die Gefahr eines Rattenbisses erheblich größer.

Bitte um Aufmerksamkeit

Die Stadt bittet Eltern mit Kindern und Tierhalter trotzdem um erhöhte Aufmerksamkeit und Rattenköderfunde sofort den Bürgerdiensten der Stadtverwaltung zu melden. Soweit Kinder beim Spielen Rattenköder finden, sollten sie diese möglichst nicht berühren.

Eigentümer von bebauten und unbebauten, insbesondere an Bächen und Teichen gelegenen Grundstücken, die den Befall ihrer Grundstücke durch Ratten festgestellt haben, werden ebenfalls gebeten, sich umgehend bei den Bürgerdienste, zu melden, damit eine gezielt Bekämpfung erfolgen kann.

Allerdings, so betont die Stadt, handelt es sich bei den allgemein als Bisamratten bezeichneten Tieren, die häufig an und in Gewässern beobachtet werden, nicht um eine Ratte, sondern um die größte Wühlmausart. Ihre Bekämpfung ist Sache der Deichunterhaltung und damit Sache der Unteren Wasserbehörde beziehungsweise des Gewässerverbandes (Leine-Verband).

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