Stadt Northeim erwirtschaftete im Vorjahr vier Millionen Euro plus

Northeim. Erfreuliche Nachricht aus dem Northeimer Rathaus: Nach dem jetzt vorgelegten Jahresabschluss hat die Stadt im vorigen Jahr einen Überschuss von 4,5 Millionen Euro erzielt. Im Etat 2015 anvisiert war nur ein Plus von 500 000 Euro.

„Das Jahr war wirklich ein außerordentlich gutes“, bilanziert denn auch Alexander Schilling, Abteilungsleiter Finanzmanagement der Stadt Northeim. Grund für die positive Entwicklung waren nach seinen Worten konjunkturell bedingte Steuermehreinnahmen in Höhe von 1,4 Millionen Euro (Gewerbesteuer: plus 870.000 Euro, kommunaler Anteil an der Einkommenssteuer: plus 240.000 Euro, Umsatzsteueranteil: plus 180.000 Euro).

365.000 Euro mehr konnte die Stadt an Schlüsselzuweisungen vom Land verbuchen. Daneben sorgten geringere Zahlungen an die Pensionskasse für ein unverhofftes Plus. An Sach- und Personalkosten wurden 940.000 Euro gespart, unter anderem, weil Stellen nicht besetzt waren. Schließlich nahm die Stadt unter anderem durch Grundstücks- und Immobilienverkäufe laut Schilling überplanmäßig 640.000 Euro ein.

Da die Stadt seit 2013 auch schon in den Vorjahren Überschüsse erzielt hat, beträgt die Überschuss-Rücklage jetzt 5,5 Millionen Euro. Der Betrag, so Schilling, sei allerdings nicht gleichzusetzen mit Geld, das ausgegeben werden könne. „Die Rücklage ist eine buchhalterische Größe und dient der Zukunftssicherung.“ Sie könne dann wieder aufgelöst werden, wenn die Stadt wieder negative Zahlen schreibe.

Zwar bestehe ein Teil der Rücklage tatsächlich aus liquiden Mitteln, doch dürfe das Geld noch nicht für Investitionen zum Beispiel für Stadtsanierung ausgegeben werden, sagt Schilling. Erst müsse die Stadt ihre Überziehungskredite auf Null bringen. Derzeit müsse man sich noch 5,5 Millionen Euro leihen, um flüssig zu bleiben. Noch 2010, vor der Entschuldungshilfe des Landes durch den Zukunftsvertrag, waren es allerdings fast 70 Millionen Euro.

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