Stadt Northeim weist neues Areal für Industrie aus

Hier soll das Gewerbegebiet entstehen: Das Luftbild aus unserem Archiv zeigt die derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen den Bahnlinien im Westen Northeims. Archivfoto: Gödecke

Northeim. Die Stadt Northeim will ein neues Industriegebiet ausweisen. Im Haushaltsentwurf 2017 für den städtischen Baubereich sind bereits 175 000 Euro für Planungskosten ausgewiesen.

Das Industriegebiet-West, wie es heißen soll, ist nach den Worten des städtischen Fachbereichs Bauen Lars Bredemeier zwischen der alten Nord-Süd-Bahnstrecke und der ICE-Strecke geplant. Es soll eine Größe von 20 Hektar haben, was in etwa 20 Fußballfeldern entspricht.

Für die Flächen gibt es nach Bredemeiers Worten bereits konkrete Anfragen von in Northeim ansässigen Betrieben, aber auch von auswärtigen Unternehmen. Sie alle wollen dort bauen.

Vor einem Jahr hatte bereits der Northeimer Verpackungsmittelhersteller Thimm angekündigt, seine Produktionskapazitäten in Northeim verdoppeln zu wollen (die HNA berichtete). Als eine mögliche Variante dafür war damals die Ausdehnung des Betriebsgeländes über die Bahnlinie hinweg genannt worden. Die Anbindung an die Betriebsflächen auf der anderen Seite der Bahn könnte entweder mit einer Brücke oder durch einen Tunnel erfolgen, sagte seinerzeit der Vorsitzende der Geschäftsführung, Mathias Schliep,

Für das Gesamtgebiet gebe es bereits einen Flächennutzungsplan, die Aufstellung eines Bebauungsplan sei bereits vor längerem begonnen worden, dann aber nicht weiter verfolgt worden, erläuterte der Northeimer Bauamtsleiter. Diese Arbeiten sollen nun wieder aufgenommen werden.

Für die Erschließung des Industriegebietes erhofft sich die Stadt Fördergeld von der N-Bank. Dafür, so Bredemeier, „müssen wir aber in Vorleistung gehen“.

Das Areal liegt teilweise im Überschwemmungsgebiet der Leine. Dazu Bredemeier: „Das Problem lösen wir.“

Wann die Erschließung des Geländes, also Straßen- und Kanalbau, erfolgen soll, ließ der städtische Bauamtschef offen. Eine komplette Erschließung in einem Zug sei aber nicht geplant. Stattdessen soll sie nach seinen Worten „nach Bedarf“ erfolgen.

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