Stadt Northeim will Kitas abgeben: Fragen und Antworten

Northeim. Die Kindertagesstätten der Stadt Northeim sollen an freie Träger übergeben werden. Weitere Aspekte der Veranstaltung haben wir als Fragen und Antworten zusammengefasst.

Ist es schon beschlossene Sache, dass sich die Stadt von ihren Kindergärten trennt?

Nein. Der Vorschlag der Stadtverwaltung wird jetzt zunächst von den politischen Gremien beraten. Am 13. Oktober wird es hierzu zunächst eine gemeinsame Sitzung der Elternvertretungen in den städtischen Kindertagesstätten geben, und am 22. Oktober folgt dann eine gemeinsame Sitzung der Ortsräte. Der Ausschuss Schule, Bildung und Kultur tagt am 20. November. Der endgültige Beschluss soll in der Ratssitzung am 11. Dezember gefasst werden.

Gab es noch andere Vorschläge zur künftigen Gestaltung der Kindergartenlandschaft?

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Ja. Neben der Abgabe der Kitas an freie Träger gab es noch drei Alternativen:

1. Das von einer Arbeitsgruppe erarbeitete KiTa-Konzept, das unter anderem die Schließung der Kindergärten in Lagershausen und Hohnstedt sowie die Umwandlung des Kindergartens Hammenstedt in eine Krippe vorsieht. Sollte der Rat sich gegen die Abgabe der Kitas entscheiden, käme diese Alternative zum Tragen

2. Die Rückübertragung der Kindergärten an den Landkreis Northeim. Diese Möglichkeit wurde als ungeeignet bewertet, weil sie eine Anhebung der Kreisumlage und somit höhere Kosten für die Stadt zur Folge hätte. Außerdem hätte die Stadt keinen Einfluss mehr auf die Gestaltung der Kindergartenlandschaft.

3. Die Schaffung von weiteren Erzieherstellen. Diese Alternative scheidet nach Einschätzung der Verwaltung ebenfalls aus, weil das unter Umständen nicht mit dem Zukunftsvertrag vereinbar ist.

Spart die Stadt Northeim durch die von der Verwaltung vorgeschlagene Abgabe der Kindergärten Geld?

Nein. Da die Stadt weiterhin zum Defizitausgleich verpflichtet ist, ergeben sich keine Kosteneinsparungen.

Wieso favorisiert die Stadtverwaltung dann trotzdem die Abgabe?

Weil aus Sicht der Verwaltung dadurch zunächst alle Kindertagesstätten-Standorte gesichert wären. Außerdem verspricht man sich im Northeimer Rathaus davon eine pädagogische Beratungdurch die freien Träger. Die haben nach Einschätzung von Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser in dieser Hinsicht mehr Möglichkeiten als die Stadt Northeim.

Müssen die Beschäftigten in den städtischen Kindertagesstätten damit rechnen, dass künftig die bislang für sie geltenden Tarifverträge nicht mehr gelten?

Aus Sicht der Stadtverwaltung ist das ausgeschlossen. Die Übertragung der Trägerschaft soll ausschließlich mit der Auflage erfolgen, dass für alle derzeit in den Kindertagesstätten Beschäftigten einschließlich der Reinigungskräfte die bisherigen Tarifverträge anzuwenden sind. (nik)

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