Stadt Northeim will zwei Kindergärten abgeben

+
Soll demächst von den Jophannitern geleitet werden: Kindergarten Edesheim.

Northeim. Die Stadt Northeim möchte die Trägerschaft für die derzeit noch städtischen Kindergärten Hohnstedt und Edesheim zum 1. August an die Johanniter übertragen.

Wenn der Rat der Stadt Northeim in seiner Sitzung am 23. Februar grünes Licht dafür gibt, wäre es das erste Mal im Landkreis Northeim, dass eine Kommune Kindertagesstätten an einen freien Träger übergibt, um diese zu erhalten.

Hintergrund für dieses Vorhaben ist die Tatsache, dass die Stadt Northeim sich nicht in der Lage sieht, genügend Personal vorzuhalten, um bei sinkenden Kinderzahlen das bisherige Angebot weiterhin aufrechtzuerhalten. Die Schließung einiger Einrichtungen, darunter auch der Kindergarten Hohnstedt, wird bereits seit 2014 kontrovers diskutiert und hat mehrfach zu Protesten aus Reihen der Elternschaft geführt.

Die Northeimer Stadtverwaltung hatte stets argumentiert, dass Kirchen und Wohlfahrtsverbände den Anforderungen im Bereich der pädagogischen Betreuung von Kindern besser gerecht werden könnten. Als Begründung wurde angeführt, dass sie weitaus mehr Einrichtungen betreiben als eine Kommune und sich dadurch ganz andere Möglichkeiten und Synergieeffekte für neue pädagogische Konzepte ergeben.

Die Johanniter, die sich jetzt für die Trägerschaft der beiden Kindergärten in Hohnstedt und Edesheim interessieren, betreiben bundesweit mehr als 300 Einrichtungen zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen.

„Darüber hinaus gibt es mehr als 100 pädagogische Angebote, darunter auch die Ganztags- und Ferienbetreuung in der Northeimer Grundschule am Sultmer“, sagt Maike Müller, Pressesprecherin des Johanniter-Regionalverbandes Südniedersachsen. Die Motivation für die angestrebten Trägerschaften leite sich von der gesellschaftlichen Verantwortung ab, die in der Satzung der Johanniter verankert sei.

Vorgesehen ist, dass die derzeit vier Beschäftigten zunächst bei der Stadt Northeim verbleiben und den Johannitern im Rahmen einer sogenannten Arbeitnehmerüberlassung zur Verfügung gestellt werden. Das Vertretungspersonal und eventuell durch Fluktuation neu einzustellende Mitarbeiterinnen würden von den Johannitern beschäftigt.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es in der Mittwochsausgabe der Northeimer Neuesten Nachrichten und der Solllinger Allgemeinen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.