Geld vom Bund soll helfen

Stadt plant Bolzplatz: Verwaltung schlägt Neubau gegenüber vom Stadion vor

Hier soll der Bolzplatz entstehen: Das Gelände (im Bild gelb markiert) gehört der Stadt. Derzeit ist hier ein Kleingarten zu finden. Unten am Bildrand ist der D-Fußballplatz zu sehen, den der FC Eintracht künftig allein für Jugend-Trainingszwecke nutzen möchte. Foto: Gödecke

Northeim. Die Stadt Northeim will für die Öffentlichkeit, vorrangig für Kinder und Jugendliche, einen neuen Bolzplatz bauen. Er soll gleich neben dem jetzigen D-Rasensportplatz an der Rhume gegenüber dem Stadion entstehen.

Den D-Platz möchte der Fußballclub Eintracht Northeim künftig nur noch für seinen Jugend-Trainingsbetrieb nutzen, der nach Vereinsangaben immer mehr zunimmt.

Voraussetzung für den Neubau ist allerdings, dass die Ratsgremien der Planung zustimmen. Über eine notwendige Änderung des Bebauungsplans wird der städtische Bauausschuss in öffentlicher Sitzung am Dienstag, 8. September, ab 17 Uhr im Rathaus beraten.

Der neue Bolzplatz mit einem tartanähnlichen Belag wird laut Stadtkämmerer Jörg Dodenhöft schätzungsweise 60 000 Euro kosten. Die Stadt wolle versuchen, das Projekt mit dem Namen „Soccer-Arena am Rhumekanal“ vorrangig mit Geld aus dem vom Bund gespeisten neuen Kommunalen Investitionsprogramm zu finanzieren. Daraus wird die Stadt 1,4 Millionen Euro bekommen. Nur etwa zehn Prozent muss die Stadt für daraus geförderte Projekte selbst aufbringen.

Der geplante Bolzplatz soll auf einem derzeit als Kleingarten genutzten Areal entstehen, das der Stadt Northeim gehört. Der Zugang kann vom Stadionparkplatz aus erfolgen. Aussehen könnte die neue Arena so ähnlich wie der derzeitige Bolzplatz auf der Freizeitanlage Vogts Teich in der Südstadt, allerdings ohne Flutlicht, sagt Dodenhöft.

Sollte die Ratsgremien der Planung der Stadt zustimmen, dann könnte die Verwaltung den Förderantrag dafür stellen und das Projekt in den Haushalt für 2016 mit aufnehmen. Baubeginn könnte dann im Frühjahr nächsten Jahres sein.

Der Bürgermeister unterstütze das Projekt, heißt es in der Beschlussvorlage für den Bauausschuss und den Rat. Es handele sich um ein gemeinwohlorientiertes Vorhaben, das Northeim als Sportstadt sowohl im Vereins- als auch im Breitensport voranbringe.

Kritik an Eintracht

In der Juni-Sitzung des Bauausschusses, in der das Vorhaben kurz angesprochen worden war, hatte es aber auch kritische Anmerkungen gegeben, woraufhin das Thema vertagt worden war. Grund: Der FC Eintracht bekommt von der Stadt bereits einen Zuschuss von 100 000 Euro für den Bau eines Kunstrasenplatzes. Im Gegenzug habe sich der FC bereiterklärt, den D-Platz weiter für die Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, hieß es.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.