Stadt sagt toten Winkeln den Kampf an

Mehr Schutz für Radfahrer und Fußgänger durch Trixi-Spiegel in Northeim

Einen 100-Grad-Blick bieten die neu in Northeim installierten Trixi-Spiegel. Hier ein Exemplar, das auf der Wilhelmstraße beim Gymnasium installiert wurde.
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Einen 100-Grad-Blick bieten die neu in Northeim installierten Trixi-Spiegel. Hier ein Exemplar, das auf der Wilhelmstraße beim Gymnasium installiert wurde.

Durch zusätzliche Spiegel an Kreuzungen soll das Radfahren in Northeim sicherer werden.

Northeim – Die Stadt Northeim sagt den toten Winkeln den Kampf an. Sie hat jetzt die ersten fünf von zehn Trixi-Spiegeln an Kreuzungen angebracht. Sie sollen für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Der Trixi-Spiegel ist ein gewölbter Spiegel und erlaubt ein Sichtfeld von 100 Grad.

Gesponsert wurden die Spiegel im Wert von je etwa 100 Euro durch den Verein Allianz im deutschen Transportwesen (AIDT) gemeinsam mit der Lkw-Fahrer- und Speditions-App „Continental fleetmatch“. Eine entsprechende Spende an die Stadt wurde durch einen Beschluss des Verwaltungsausschusses angenommen.

Bei den Trixi-Spiegeln handelt es sich um eine Art Verkehrsspiegel, die an stark frequentierten Straßenkreuzungen angebracht werden, meist oberhalb einer Ampel oder eines Verkehrsschilds. Im Unterschied zum Verkehrsspiegel sieht sich der Lkw-Fahrer selbst und die neben ihm befindlichen Verkehrsteilnehmer.

Die Verkehrsspiegel können die Sicht und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer verbessern, heißt es in der Mitteilung der Stadt Northeim. Durch die Anbringung würden zudem alle Verkehrsteilnehmer auf das Gefahrenpotenzial der jeweiligen Kreuzung hingewiesen.

Vor allem Fahrradfahrer und Fußgänger könnten durch die neuen gespielten Blickwinkel in „Toter-Winkel-Situationen“ besonders geschützt werden.

In Verkehrsschauen seien die am stärksten betroffenen Straßenkreuzungen in Northeim ermittelt worden. Dabei seien fünf Kreuzungen ausgemacht worden, an denen sofortiger Handlungsbedarf bestehe.

Die ersten fünf Trixi-Spiegel wurden jetzt an der Wilhelmstraße (einer im Bereich des Gymnasiums Corvinianum, der zweite angrenzend zur Wieterstraße), an der Mühlentorkreuzung im Bereich In der Fluth / Ecke Rückingsallee, auf der Rückingsallee an  der Einmündung Ruhmestraße und auf der Bahnhofsstraße an der Einmündung der Güterbahnhofstraße angebracht.

Für die weiteren fünf Spiegel werden derzeit laut Stadtverwaltung noch die Standorte ermittelt, um auch diese in Kürze anbringen zu können.

Die Stadt bedankt sich in der Mitteilung beim Verein AIDT und bei „Continental fleetmatch“ für das Sponsoring.

Beide Organisationen brächten sich bereits seit längerer Zeit für ein besseres Miteinander zwischen den schwächeren Verkehrsteilnehmern und Berufskraftfahrern ein.

Zudem habe die Stadt weitere Tempoinformationsgeräte beschafft, betont Bürgermeister Simon Hartmann. Damit könnten weitere Gefahrenstellen ermittelt und Lösungen für diese Stellen gefunden werden. Die Verkehrsteilnehmer könnten zudem ihr eigenes Fahrverhalten kontrollieren.

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