Northeim will Beirat für Migranten einrichten

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Mehr Mitsprache für Menschen mit Migrationshintergrund: In Northeim soll es bald einen Integrationsbeirat geben.

Northeim. In der Stadt Northeim soll ein Beirat für Menschen mit Migrationshintergrund ins Leben gerufen werden.

Die Stadtverwaltung soll für die Beiratsgründung ein Konzept und eine Geschäftsordnung ausarbeiten und sie dann den Ratsgremien vorlegen. Das gab jetzt der Ratsausschuss für Jugend, Sport und Soziales der Verwaltung auf.

Das Gremium begrüßte grundsätzlich den Vorschlag des Bürgermeisters, analog zu dem bereits bestehenden Beirat für Menschen mit Behinderungen und dem Seniorenbeirat insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Flüchtlingszahlen auch wieder einen Beirat für Menschen mit Migrationshintergrund beziehungsweise Integrationsbeirat zu gründen. Bereits bis 2006 hatte es in Northeim schon einmal einen Ausländerbeirat gegeben. Dieser hatte sich jedoch mangels Interesse und Beteiligung aufgelöst.

Dem bereits in einer Vorlage vorbereiteten Gründungsbeschluss wollte der Ausschuss jedoch noch nicht folgen. Erst, so war man sich einig, müssten noch grundsätzliche Fragen geklärt werden.

Ausstattung mit 10.000 Euro 

So soll die Stadtverwaltung noch klären, wie ein solcher Beirat, den die Stadt mit einer Geschäftsstelle im Rathaus und auch Sachmitteln in Höhe von insgesamt 10 000 Euro ausstatten wollte, besetzt werden könnte, entweder durch Wahl oder eine Benennung.

Auch, so der Sozialausschuss weiter, sollte darauf geachtet werden, dass die verschiedenen Gruppen (Herkunftsregionen) aus dem Personenkreis mit Migrationshintergrund in Northeim im Beirat entsprechend vertreten sind.

Unterstützung soll sich die Stadtverwaltung bei der weiteren Vorbereitung auch vom Niedersächsischen Integrationsbeirat und vom bestehenden Runden Tisch Integration in Northeim einholen. Vertreter beider Institutionen hatten in der Ausschuss-Sitzung ihre Kooperation angeboten.

Drei organisierte Gruppen 

In der Beschlussvorlage hatte die Stadtverwaltung schon einmal aufgezeigt, welche organisierten Gruppen von Migranten es in Northeim gibt. Dies sind die türkisch-islamische Ditib-Gemeinde, der Verein Alhuga (Gemeinde der libanesischen Migranten mit Vereinssitz im ehemaligen Freihandschützenzelt) und eine Roma-Gruppe, die vor allem mit Jugendlichen im Jugendzentrum aktiv ist. Integrations- und Flüchtlingsbetreuungsarbeit findet zudem im Café Dialog in der Südstadt statt.

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