Im Haushaltsentwurf 2022 sind dafür 18,4 Millionen Euro vorgesehen

Stadt Northeim will kräftig investieren

Entwurf für die neue Schuhwallhalle.
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Die neue Schuhwallhalle: Ihr Bau rückt näher. Die Stadt will der Trägergesellschaft NomSF dafür kreditfinanzierte 9,6 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die NomSF soll diese Kredite später abzahlen.

Die Stadt Northeim will in den kommenden Jahren kräftig investieren. Bis einschließlich 2025 sollen insgesamt 50,8 Millionen Euro in die städtische Infrastruktur fließen.

Northeim – „Die Haushaltsdisziplin, die die Stadt Northeim in den zehn Jahren des Zukunftsvertrages gewahrt hat, versetzt uns nun in die Lage, erneut ein zukunftsweisendes Investitionsprogramm auf den Weg zu bringen“, sagte Bürgermeister Simon Hartmann (SPD).

Der Haushaltsentwurf, den Kämmerer Jörg Dodenhöft am Donnerstagabend bei der konstituierenden Sitzung des Stadtrates in der Stadthalle vorgestellt hat, sieht für das Jahr 2022 Investitionen von insgesamt 18,4 Millionen Euro vor.

Kämmerer Jörg Dodenhöft

Der Haushalt des kommenden Jahres sieht Einnahmen von 52,2 Millionen Euro vor. Ihnen stehen Ausgaben von 56,4 Millionen Euro gegenüber. Das Defizit von 4,2 Millionen Euro wird aus der sogenannten Überschussrücklage gedeckt. Nach Dodenhöfts Worten beläuft sich diese derzeit auf 14,7 Millionen Euro.

Allerdings beruht diese Zahl noch auf den vorläufigen Jahresergebnissen von 2019 und 2020, die nach heutigem Stand mit Überschüssen von drei und sechs Millionen abgeschlossen haben. Davor betrug die Rücklage 5,7 Millionen Euro.

Die gesamtwirtschaftliche Lage erhole sich von der Corona-Pandemie, betonte Dodenhöft. In der Stadtkasse spiegele sich das in steigenden Gewerbe- und Vergnügungssteuern wider. Auch der Gemeindeanteil an der Lohn- und Einkommensteuer steige wieder. Dodenhöft rechnet für das kommende Jahr mit Steuereinnahmen auf „Vorkrisenniveau“.

Um allerdings die Investitionspläne bis einschließlich 2025 zu stemmen, wird im Rathaus mit einer Kreditaufnahme von 28,2 Millionen in den nächsten Jahren kalkuliert. Das bedeutet eine Nettoneuverschuldung von 19,7 Millionen Euro, denn in der Zeit werden natürlich bestehende Altkredite weiter abgezahlt.

Der Haushalt geht nun zur Beratung in die Ausschüsse und Ortsräte. Er soll in der Sitzung am Donnerstag, 16. Dezember, vom Stadtrat beschlossen werden. (Olaf Weiss)

Sportzentrum ist der dickste Brocken

Folgende Investitionen sind im Jahr 2022 geplant:

- Sportzentrum am Schuhwall (Halle und Außengelände): 7,3 Millionen Ausleihung an die stadteigene Northeimer Sport und Freizeit GmbH und Weiterleitung von 2,3 Millionen Euro Fördermitteln von Bund und Land; außerdem Ausleihung von 3,8 Millionen Euro an die Stadtwerke Northeim für den Bau des Blockheizkraftwerkes an der neuen Schuhwallhalle, Neubau Kundenzentrum der Stadtwerke Northeim (SWN) und Leitungsbau im Industriegebiet West;

Münsterplatz: Entstehen soll ein multifunktional nutzbarer Platz. Für den Beginn der Umgestaltung stehen 900.000 Euro im Haushalt.

- Ausbau Münsterplatz: 900.000 Euro (insgesamt zwei Millionen Euro bis 2024, inklusive 1,3 Millionen Euro Förderung);

Der Münsterplatz: Der Rasen soll weichen.

- Erschließung Industriegebiet West: 4,6 Millionen Euro (insgesamt 6,2 Millionen Euro bis 2023, einschließlich 2,5 Millionen Euro Förderung);

- Feuerwehren: Kauf von drei Tragkraftspritzenfahrzeugen für die Freiwilligen Feuerwehren Imbshausen, Lagershausen und Berwartshausen: 495.000 Euro, außerdem Kauf von zwei Mannschaftstransportwagen (MTW) für die Ortswehren Hillerse und Hohnstedt: 100.000 Euro, außerdem Neubau von zwei Feuerwehrhäusern in Hohnstedt und Berwartshausen: 1,5 Millionen Euro in 2022 (insgesamt bis 2023 2,4 Millionen Euro).

- Sanierung Konrektorenhaus (Kirchplatz 8): 900.000 Euro (insgesamt 1,7 Millionen Euro bis 2023, inklusive 1,1 Millionen Euro Förderung);

- Renaturierung der Selde: 482.000 Euro (inklusive 315.000 Euro Bundesförderung);

- Kardinal-Bertram Schule: Kauf von mobilen Klassenräumen (Containern): 143.000 Euro;

- Kita in Lagershausen: Erweiterung: 410.000 Euro (inklusive Landeszuschuss von 180.000 Euro);

- Kindertagesstätten-Neubau am Martinsgraben: 1,6 Millionen Euro (insgesamt bis 2023 3,6 Millionen Euro inklusive 612.000 Euro Förderung)

- Neubau Fußgängerbrücke am Brunkelskamp über die Rhume: 150.000 Euro;

- Ausbau Suadicani-Straße: 500.000 Euro (insgesamt 675.000 Euro bis 2023, einschließlich Regenwasserkanal);

- Ausbau Rückingsanger: 50.000 Euro Planungskosten (insgesamt 463.000 bis 2024, einschließlich Regenwasserkanal);

- Ausbau Achternkirchenstraße: 50.000 Euro Planungskosten (insgesamt 300.000 Euro bis 2023, einschließlich Regenwasserkanal);

- Ausbau Mittelweg: 46.000 Euro Planungskosten (insgesamt 1,8 Millionen Euro bis 2024, einschließlich 1,3 Millionen Euro Anliegerbeiträge für erstmalige Erschließung);

- Rathaus: Sonnenschutz für die Südseite: 410.000 Euro. ows

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