Stadt investiert zum Auftakt fast 320.000 Euro für Brandschutz

Stadthalle: Jetzt läuft die Sanierung an

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Sanierung hat begonnen: Hier wird die Sicherheitsbeleuchtung durch die Firma Elektro Johanns aus Salzderhelden erneuert. Vorarbeiter und Elektriker Danny Rudolph (oben) und Elektriker Phillip Wodschel bei der Arbeit im großen Saal.

Northeim. Von Schließung oder gar Abriss redet keiner mehr: Jetzt haben die ersten Handwerker Einzug in Northeims Stadthalle gehalten, die Sanierung des 26 Jahre alten Baus hat begonnen.

Fast 320.000 Euro investiert die Stadt zum Start der auf mehrere Jahre anberaumten Hallensanierung in die Verbesserung des Brandschutzes. Die Nichteinhaltung der Brandschutzauflagen hatte die Aufsichtsbehörde bemängelt. Wegen der Vielzahl der Mängel und ihrer kostspieligen Beseitigung war der Weiterbetrieb der Halle in Frage gestellt.

Den Durchbruch in Richtung Erhalt hatte schließlich der Vorstoß der Stadtverwaltung gebracht, angesichts der niedrigen Kreditzinsen das bislang gemietete Rathaus am Scharnhorstplatz zu kaufen. Da Zins und Tilgung des Kredits deutlich günstiger sind als die Miete werden ab 2016 jährlich 250.000 Euro frei, die je zur Hälfte in die Sanierung der Stadthalle und der Schuhwall-Sporthalle fließen sollen.

Der Betrag, den die Stadt in diesem Jahr in die Halle steckt, kann laut Stadtkämmerer Jörg Dodenhöft durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer finanziert werden.

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Für die Brandschutzsanierung von Halle und Foyer hat die städtische Hallenmanagerin Sigrid Hilke-März der zwischenzeitlich wieder gut gebuchten Halle eine siebenwöchige Pause verordnet.

Die größten Brocken im Sanierungsabschnitt eins sind die Erneuerung der Brandmeldeanlage und der Sicherheitsbeleuchtung (167.000 Euro) sowie die Sanierung der Be- und Entlüftungsanlage (150.000 Euro) mit Erneuerung von Brandschutzklappen, die verhindern, dass sich Rauch ausbreitet. Zudem werden zwei Hochleistungsentlüfter eingebaut, die im Brandfall anspringen.

Ausgetauscht werden auch als Krebs erregend geltende Mineralfaserdämmungen an den Lüftungsrohren (20.000 Euro).

Am 11. September soll die Brandschutzsanierung fertig sein. Dann wird die Halle wieder geöffnet.

Noch in diesem Jahr will die Stadt allerdings auch mit der Innenrenovierung beginnen: In den Herbstferien soll als erste Maßnahme der Parkettboden abgeschliffen und versiegelt werden. Das kostet schätzungsweise 20.000 Euro. Weitere Renovierungsmaßnahmen wie die Erneuerung der Vorhänge und der Akustikdeckenplatten sowie ein neuer Innenastrich sollen in den kommenden Jahren folgen.

Nötig wäre laut Stadtverwaltung später auch noch eine energetische Sanierung des Gebäudes sowie die Sanierung der leicht brechenden Sandstein-Platten an der Fassade. Dies wird geschätzt 1,2 Milliionen Euro kosten.

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