Stadthalle: Mängel zum Teil behoben

26 Jahre ist sie alt: Die Northeimer Stadthalle wurde 1989 eingeweiht, nachdem der Vorgängerbau an selber Stelle abgebrannt war. Da seitdem keine grundlegende Modernisierung erfolgte, müsste der Bau jetzt einmal durchsaniert werden. Foto: Gödecke

Northeim. Mit der Behebung festgestellter Mängel im Bereich Brandschutz und Elektrik in der Stadthalle hat die Stadt Northeim bereits im vorigen Jahr begonnen.

Nach Angaben des Stadtbauamts in einer Mitteilungsvorlage an den Rat bestehen im Bereich Elektrik keine bekannten akut gefährlichen Probleme zum Weiterbetrieb mehr, heißt es. Auch erste Brandschutzmängel seien behoben worden. Es bestehe allerdings weiter Handlungsbedarf.

Wie Statdbaurätin Tanja Mehls auf HNA-Anfrage mitteilte, sind im vorigen Jahr 50.000 Euro in die Mängelbeseitigung investiert worden. Damit habe man die wichtigsten Mängel in der Elektrik und auch weniger kostenintensiven Brandschutzmängel beseitigt. Eine weitere Aufstellung durch das Bauamt habe aber auch ergeben, dass noch weitere 425.000 Euro nötig seien, um alle vom TÜV festgestellten technischen Mängel abstellen zu können. Dann könnte das Objekt auch mittel- oder langfristig weiterbetrieben werden.

Kreis muss zustimmen

Dazu ist allerdings eine neue Vereinbarung mit dem Landkreis als Aufsichtsbehörde nötig. Den Weiterbetrieb der Halle hat der Landkreis bislang nur bis Anfang Mai genehmigt. Hintergrund: Die Schließung der Halle ist Bestandteil des Zukunftsvertrags zwischen Stadt und Land zur Entschuldung der Stadt. Die im Vertrag stehende Abgabe des Objekts an einen privaten Betreiber war gescheitert.

Tanja Mehls: „Wir stehen in Kontakt mit dem Landkreis, allerdings ist noch keine Entscheidung gefallen.“ Bis spätestens April, so die Stadtbaurätin weiter, sollte der Rat entschieden haben, ob die noch nötigen 425.000 Euro zum technisch einwandfreien Weiterbetrieb der Stadthalle bereitgestellt werden oder nicht.

Grundsatzbeschluss 

Dies hänge aber auch noch mit dem Grundsatzbeschluss des Rates zusammen, ob eine kombinierte neue Sport- und Stadthalle in Northeim, eventuell über eine ÖPP-Finanzierung (ÖPP = Öffentlich-Private Partnerschaft - ein Investor baut, die Stadt zahlt anschließend Miete) gebaut werden soll oder nicht. Allerdings müsse auch Geld in die alte Halle investiert werden, wenn diese bis zur Fertigstellung einer neuen für Veranstaltungen offen gehalten werden soll.

1,4 Millionen für Sanierung 

Mit der Beseitigung aller technischen Mängel ist laut einer Vorlage des Stadtbauamts allerdings noch keine grundlegende Sanierung der jetzigen Stadthalle vollbracht. Diese würde zusätzlich geschätzt 1,4 Millionen Euro kosten.

1,2 Millionen Euro davon seien für die energetische Sanierung (Fassadendämmung, neue Fenster) und Erneuerung der vandalismusanfällgen Steinplattenfassade nötig, 200.000 Euro für die Innenrenovierung (Parkett, Vorhänge, Akustikdecken, Malerarbeiten). Sollte die Restaurantküche wieder benutzt werden, wären dafür weitere 150.000 Euro notwendig.

Von Axel Gödecke

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