Bürgermeister bezieht Stellung zur Kritik

Hartmann zur Stadthalle Northeim: "Kontaktaufnahme lief schleppend"

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Streitobjekt: die Stadthalle Northeim. Tomas Sniadowski wollte sie übernehmen, hat sein Angebot jetzt aber zurückgezogen.

Northeim. Northeims Bürgermeister Simon Hartmann, der zur Zeit die Northeimer Partnerstadt Tourlaville in Frankreich besucht, hat sich am Dienstag in einem Statement zur Absage von Tomas Sniadowski als Betreiber der Northeimer Stadthalle zu Wort gemeldet.

In der Stellungnahme heißt es: „Überrascht habe ich gestern während meines Besuchs in der Partnerstadt Tourlaville erfahren, dass Tomas Sniadowski in einem Gespräch mit meinem allgemeinen Vertreter Jörg Dodenhöft erklärte, die Stadthalle nicht übernehmen zu wollen.

Simon Hartmann

Sowohl ich als Bürgermeister wie auch die Northeimer Ratspolitik und der Förderverein Stadthalle haben dem Vorhaben positiv gegenübergestanden und dies auch wiederholt betont. Ich halte Tomas Sniadowski mit seiner Veranstaltungserfahrung und seinen guten Kontakten in die künstlerische Szene für einen guten Betreiber der Stadthalle und bin dankbar für die Veranstaltungen, die er in der Stadthalle durchführt“.

Noch am 13. August habe Sniadowski gegenüber seinem allgemeinen Vertreter Jörg Dodenhöft erklärt, dass er weiterhin Interesse habe, die Stadthalle zu übernehmen. Leider ist es laut Hartmann vorher auch zu kurzfristigen Terminabsagen und -verschiebungen von Gesprächen und Begehungen seitens des Interessenten gekommen. Auch die Kontaktaufnahme per E-Mail und per Telefon sei teils sehr schleppend verlaufen.

Hartmann: „Nach meinem Amtsantritt am 15. März 2018 habe ich den erforderlichen Diskussionsprozess initiiert. Nachdem Tomas Sniadowski sein grobes Kurzkonzept in der Verwaltung und anschließend im Verwaltungsausschuss vorgetragen hatte, wurde ich für weitere Gespräche legitimiert“.

Als Zielmarke für eine Übertragung des Stadthallenbetriebs habe Hartmann den 1. Januar 2019 definiert, um verwaltungsintern und für die politischen Beratungen den erforderlichen Zeitkorridor aufzeigen zu können. Der Bürgermeister: „Ich habe die Übertragung als sehr positiv eingeordnet“.

"Haben alles getan, was zu tun war"

Hartmann: „Wir haben als Stadt das getan, was zu tun war und was auch die Nutzer, die Gäste und die Beschäftigten der Halle erwarten: Gespräche mit Tomas Sniadowski geführt, auch vor dem Verwaltungsausschuss sowie mit dem Förderverein und dem Konzertring, Begehungen mit Handwerkern von Tomas Sniadowski und den Fachleuten des Hochbaus in der Halle durchgeführt, zudem haben wir Pläne der Halle zur Verfügung gestellt“.

Da Jörg Dodenhöft den ersten Kontakt mit Tomas Sniadowski hatte, und da zwischenzeitlich weitere positive Signale zur Übernahme der Halle von Tomas Sniadowski kamen, habe Dodenhöft als zuständiger Geschäftsbereichsleiter von Hartmann im Juli schriftlich den Auftrag erhalten, eine Projektstruktur aufzubauen, die nötigen finanziellen, rechtlichen und zeitlichen Fragestellungen zu klären und die erforderliche begleitende Öffentlichkeitsarbeit zu konzipieren.

Neue Aufgaben

Northeims Stadtoberhaupt abschließend: „Die Absage stellt uns vor neue Aufgaben, die sich in Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und Politik mit dem Förderverein und dem Konzertring aber lösen lassen. Wir müssen nun sehen, ob sich das vom Förderverein angedachte Trägermodell reaktivieren lässt. Schließlich beinhaltet ein Neuanfang auch Chancen. Ich werde nunmehr schnell wieder alle Akteure an einen Tisch holen, um die nächsten Schritte zu erörtern. Wichtig für die Northeimerinnen und Northeimer ist jedoch, dass die Stadthalle auch für das Jahr 2019 auf einem sehr guten Weg ist. Das zeigen die geplanten Veranstaltungen“. (kat) Foto: privat/nh

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