Elektrik ist mangelhaft

Stadthalle Northeim hat "krasse" Baumängel

Foto:- Gödecke

Northeim. Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser hat den Landkreis Northeim gebeten, die Schließung der Stadthalle für weitere Jahre zu verhindern.

Das gab Tannhäuser, der zuvor mit der Bürgerinitiative für den Erhalt der Stadthalle gesproche hatte, in der Sitzung des Ausschusses für Schule, Bildung und Verkehr bekannt.

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Eigentlich sollte die Stadthalle wegen des Zukunftsvertrages mit dem Land Niedersachsen zur finanziellen Sanierung der Stadtfinanzen schon 2013 geschlossen werden. Es gab dann aber eine Öffnungsverlängerung bis zum 30. April 2015.

Diese Verlängerung möchte der Bürgermeister jetzt noch einmal für zwei bis drei Jahre verlängert haben, um zu klären, wie es weitergeht. Dabei reicht die Diskussion von Sanierung über Neubau bis zum Bau einer kombinierten Sport- und Veranstaltungshalle, weil auch eine Lösung für die marode Sporthalle am Schuhwall gefunden werden muss.

Tannhäuser will die Stadthalle geöffnet lassen, um das Kulturleben in der Stadt zu erhalten, unter anderem für die sechs Konzerte im Jahr des Konzertrings. Gleichwohl ist ihm bewusst, dass die Halle schwerwiegende Bau- und Sicherheitsmängel aufweist. „Es gibt krasse Baumängel.“

Er wies in der Sitzung darauf hin, dass das Stahlgerüst des Daches so filigran sei, dass sie im Brandfalle innerhalb „von Sekunden einfallen“ würde. Deshalb sei die Brandwache schon verstärkt worden. Auch die Elektrik sei „mangelbehaftet“. Im Keller steige Feuchtigkeit auf, und das Gebäude sei eine Energieschleuder. Er schätzt, dass eine Sanierung einen siebenstelligen Betrag erfordern würde.

Die Stadt habe sich zwar nach neuen Trägern umgesehen. Doch darauf hätten sich nur „Gaukler und Scharlatane gemeldet“, die auf den Betriebskostenzuschuss von 50 000 Euro aus gewesen seien.

Die Stadt hofft, dass der Landkreis ihrem Wunsch entspricht. Die Kosten für den Betrieb von rund 350 000 Euro im Jahr stehen für 2015 im Haushalt. (zhp)

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