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Stadthalle Northeim wird Bildungsort für Schule

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Von: Axel Gödecke

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Kooperation perfekt: Darüber freuen (v. l.) Katja Rott (Fachobfrau Deutsch am Corvi), Carolina Löwenstein (Junges Theater), Sylvia Ernst (2. Vorsitzende Stadthallenförderverein), Marieluise Radleff (Stadthallenmanagerin) Volker Behling (Vorsitzender Stadthallenförderverein) und JT-Intendant Nico Dietrich vor der Stadthalle.
Kooperation perfekt: Darüber freuen sich (v. l.) Katja Rott (Fachobfrau Deutsch am Corvi), Carolina Löwenstein (Junges Theater), Sylvia Ernst (2. Vorsitzende Stadthallenförderverein), Marieluise Radleff (Stadthallenmanagerin) Volker Behling (Vorsitzender Stadthallenförderverein) und JT-Intendant Nico Dietrich vor der Stadthalle. © Axel Gödecke

Neuland im Bereich Bildung und Kultur beschreiten der Förderverein Stadthalle Northeim, das Northeimer Gymnasium und das Junge Theater Göttingen ab diesem Herbst in Northeim.

Northeim - In der Northeimer Stadthalle wird es ein auf die Schülerschaft zugeschnittenes Theaterprogramm geben, das auch speziell für Schülerjahrgänge des Corvinianums produziert wird. Das gaben die führenden Vertreter des Jungen Theaters (JT), des Stadthallen-Fördervereins und der Schule in einer Pressekonferenz in der Stadthalle bekannt. Nach einer Anlaufphase, so der Plan, soll das Projekt möglicherweise erweitert werden und auch anderen interessierten Schulen offen stehen.

Wie sieht die auf zwei Jahre angelegte Kooperation, deren Finanzierung hälftig durch die beiden Fördervereine der Stadthalle und des Gymnasiums mit Tausenden von Euro sichergestellt wird, aus? Vorgesehen sind bis April 2024 fünf Produktionen.

Den Auftakt macht in diesem Herbst das Stück „Qualityland“ von Marc-Uwe Kling für die Jahrgänge 9 und 10. Es folgen im Januar 2023 Büchners Klassiker „Woyzeck“ für die Oberstufe (ist gleichzeitig Abiturthema), im April 2023 „Das Herz des Boxers“ von Lutz Hübner für die Jahrgänge 7 und 8, im Januar 2024 noch einmal „Woyzeck“ und im April 2024 „Die Zertrennlichen“ von Fabrice Melquiot für die Jahrgänge 5 bis 8.

„Wir beschreiten hier absolutes Neuland“, freute sich JT-Intendant Nico Dietrich bei der Vorstellung des Projekts, das aus seiner Sicht unter dem Motto „aus der Region produziert für die Region“ stehen könnte. Dietrich: „Wir Theaterleute haben einfach mal die Schule gefragt: Was braucht ihr denn? Und dann produzieren wir das.“ Die Produktionen könne man dann auch im Göttinger Raum verwenden.

Dass das Projekt realisiert werden kann, und zwar mit für die Schüler kostenfreien Aufführungen in der Stadthalle, sei den beiden Fördervereinen der Stadthalle und des Corvinianums zu verdanken, lobte Katja Rott, Fachobfrau für Deutsch am Corvi, das Engagement beider Vereine. Damit sei zudem gewährleistet, dass die Aufführungen Pflichtveranstaltungen für die Schüler seien. Es werde nicht nur Unterrichtsstoff anschaulich vermittelt, sondern auch die Jugendlichen ans Theater herangeführt, ohne weite Fahrwege.

Dies, so der Vorsitzende des Stadthallenfördervereins, Volker Behling, sei auch mit Intention des Vereins gewessen, die Kosten zu übernehmen. Behling: Schließlich haben wir in unserer Satzung auch stehen, dass wir die Bildung und Erziehung fördern.“ Mit dem Projekt werde die seit 2021 bestehende Partnerschaft zwischen dem Jungen Theater und dem Stadthallenverein, weiter gefestigt. Schließlich habe man auch reguläre Produktionen des Jungen Theaters im Abendprogramm.

Stadthallenmanagerin Marieluise Radleff freute sich, dass die Stadthalle Northeim zum außerschulischen Bildungsort wird: „Ich hoffe, das spricht sich rum.“.

Alle Beteiligten betonten, dass das nunmehr mit dem Corvi ins Laufen gebrachte professionelle Schul-Theater-Projekt auch anderen interessierten Schulen offen stehen soll. Vielleicht sehr die Zukunft auch einmal so aus, dass sogar Schüler aus Göttinger Schulen nach Northeim kommen, um hier in der Stadthalle Theaterstücke zu schauen und zu genießen. (Axel Gödecke)

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