Beirat mit 20 Teilnehmern geplant 

Stadtsanierung: Northeimer sollen bei der Planung helfen

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Das Sanierungsgebiet aus der Luft: Der Stadtmauerring, der hier im Bild sichtbar von einem Grüngürtel umschlossen wird, bildet die Grenze des Fördergebiets der Stadtsanierung Northeim. 

Northeim. Die Bürger sollen sich bei der Stadtsanierung einbringen. Der Rat hat das Sanierungsgebiet festgelegt und plant, einen Sanierungsbeirat zu gründen.

Einstimmig hat der Northeimer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung das Gebiet festgelegt, in dem bis Mitte 2033 öffentliche und private Baumaßnahmen durch Stadtsanierungsmittel gefördert werden können. Der Bereich umfasst die gesamte Innenstadt innerhalb des Stadtmauerrings.

Damit sind auch die Gebiete enthalten, die im Zuge der Stadtsanierung in den 1980er-Jahren schon einmal durchsaniert worden sind, darunter unter anderem die Neustadt. Das neue Stadtsanierungsprogramm, in das Northeim aufgenommen worden ist, trägt den Namen „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Gefördert werden sollen Projekte, die die Innenstadt aufwerten.

Zuschuss vom Land in Aussicht 

Das Land hat der Stadt Northeim bisher 25 Millionen Euro an Zuschüssen innerhalb der nächsten zehn Jahre in Aussicht gestellt. Die Festlegung des 28,5 Hektar großen Sanierungsgebietes, wie es jetzt der Rat vorgenommen hat, ist Voraussetzung für den Beginn der Städtebauförderungsmaßnahme.

Mit im Sanierungsgebiet sind auch zwei Flächen außerhalb des Mauerrings: der Wall rund um die Alte Brauerei und die Grundstücke im Bereich Bahnhofstraße/Teichstraße/Zwinger einschließlich Hotel Deutsche Eiche.

Der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Jörg Dodenhöft, sagte zum weiteren Verfahren, dass die Verwaltung gerade dabei sei, ein Planungsbüro als Sanierungsträger zu finden, das die Detailplanung übernimmt. Dieser solle bereits im Sommer dieses Jahres die Arbeit aufnehmen. In der Stadtverwaltung werde derzeit eine neue Stabsstelle „Stadtsanierung“ gebildet und im neuen Bürgerbüro am Münsterplatz werde auch ein Stadtsanierungsbüro für die Bürger eingerichtet.

Sanierungsbeirat für alle Northeimer gegründet

Die Einwohner sollen eng in die Stadtsanierungsplanung eingebunden werden. Dafür beschloss der Stadtrat einstimmig, neben dem politischen Stadtsanierungsausschuss auch einen Stadtsanierungsbeirat zu gründen. Die Satzung für die Besetzung dieses Beirates wurde verabschiedet.

Die von allen Ratsfraktionen erstellte Satzung sieht die Gründung eines 20-köpfigen Sanierungsbeirates vor, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen zur Entwicklung der Innenstadt einzubringen. Die Beratungsergebnisse sollen dann in die Sitzungen der Fachausschüsse des Stadtrates Eingang finden.

Im Beirat sollen neben Anwohnern und Eigentümern auch soziale Einrichtungen, die Kirchen, Einzelhändler und Dienstleister, Kunden und Schüler aus Northeim und seinen Ortschaften vertreten sein. Die Vorsitzende des städtischen Sanierungsausschusses, Hildegard Pavel (SPD), rief alle Northeimer zur Mitarbeit im Sanierungsbeirat auf: „Bitte beteiligt Euch.“

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