180 Impfdosen für die erste Woche – Auftakt mit Hindernissen

Kreis-Impfzentrum in Northeim geht in Betrieb

Freute sich über ihre Impfung gegen Corona: Die Einbeckerin Hannelore Wichels (82). Sie war eine der ersten, die im Northeimer Impfzentrum geimpft wurden. Fabian Schmidt vom DRK verabreichte die Spritze. Helferin Jamie-Lee Kiehne (rechts) füllte den Impfausweis aus.
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Freute sich über ihre Impfung gegen Corona: Die Einbeckerin Hannelore Wichels (82). Sie war eine der ersten, die im Impfzentrum in Northeim geimpft wurden. Fabian Schmidt vom DRK verabreichte die Spritze. Helferin Jamie-Lee Kiehne (rechts) füllte den Impfausweis aus.

Das Impfzentrum des Landkreises Northeim in der Northeimer Stadthalle hat seinen regulären Betrieb aufgenommen.

Northeim - Regulär heißt, es gibt Impfungen für über 80-Jährige, die nicht in Heimen wohnen. Allerdings nur dann, wenn sie zuvor einen der begehrten Impftermine ergattert haben.

Beim Start am Montag ab 10 Uhr verhagelte allerdings das Schneechaos den vorgeplanten Impfablauf mit den Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer, die der Landkreis vom Land geliefert bekam. Zweidrittel der einbestellten Senioren, davon waren viele von außerhalb der Kreisgrenzen, konnten wegen der schwierigen Straßenverhältnisse nicht kommen.

Die Termine werden nun im Laufe dieser Woche nachgeholt. Ein Mitarbeiter des Impfzentrums hat alle Personen, die nicht erschienen waren, eigens angerufen, um neue Termine zu vereinbaren, so Kreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer.

Für diese Woche hatte die vom Land eingerichtete Vergabezentrale zunächst 180 Impftermine in der Stadthalle vergeben, allerdings gingen nur 45 an Personen aus dem Kreis, was auch beim Landkreis zur Verärgerung geführt hatte (HNA berichtete). Mittlerweile hat das Land dem Impftourismus einen Riegel vorgeschoben. Künftig sollen für Northeim nur noch Termine an Bewohner aus der Region gehen.

Täglich sollen seit Montag im Impfzentrum 40 Impftermine pro Tag abgewickelt werden, so der Landkreis. Die Impfdosen stammen aus einer Lieferung, die am vorigen Freitag eintraf. Es kamen 195 Injektionsfläschen der Marke Biontech/Pfizer. Daraus dürften sich laut Kreis-Sprecher Niemeyer 1130 Impfdosen generieren lassen.

Der Schwerpunkt des Impfgeschehens im Landkreis werde in den nächsten Wochen allerdings weiter auf den Altenheimen liegen, heißt es aus dem Kreishaus. Es werde daher zunächst weiter nur relativ wenige Angebote im Impfzentrum geben können. Von insgesamt 29 Alten- und Pflegeheimen im Landkreis seien erst in elf Einrichtungen Erstimpfungen ausgeführt und in sechs auch Zweitimpfungen.

Und wie geht es weiter mit den Impfstofflieferungen und Impfterminen?

Eine für vorigen Montag angekündigte Lieferung einer weiteren Charge von Biontech sei witterungsbedingt verschoben worden, so der Landkreis. Aus dieser Charge sollten Zweitimpfungen vorgenommen werden. Niemeyer: „Erstmals wurde uns jetzt für den 16. Februar auch eine erste Charge Moderna-Impfstoff angekündigt: Es handelt sich zunächst allerdings nur um 100 Impfdosen.“

Impfstoff von Astra-Zeneca angekündigt

Weiterhin erhalte der Landkreis Northeim ein Kontingent des Impfstoffs von Astra-Zeneca. Die erste für den 9. Februar angekündigte Lieferung sei aber aufgrund der Witterungsverhältnisse verschoben worden. Es sollen aber laut Ankündigung des Landes bis Mitte März 5100 Einzeldosen davon ausgeliefert werden. Mit diesem Impfstoff könnten jedoch nur Personen im Alter von 18 bis 64 geimpft werden. Eine genaue Priorisierung, wer mit diesem Impfstoff geimpft wird, steht noch nicht fest.

So meldet man sich an

Impfberechtigt sind aktuell immer noch nur Personen im Alter ab 80 Jahre. Für einen Impftermin im Impfzentrum kann man sich auf eine Warteliste setzen lassen, und zwar über die die Impfhotline des Landes montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr unter der kostenfreien Nummer 0800/ 99 88 66 5 oder im Internet über impfportal-niedersachsen.de

(Axel Gödecke)

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