Angebot jetzt auch in Northeim

Start der russischen Schule mit 20 Kindern

Märchenhafte Eröffnung: Schulleiterin Lana Spreitz (links) und Lehrerin Katarina Zoghin spielen zur Schuleröffnung ein Märchen mit den Kindern. Foto: Lawrenz

Northeim. Endlich kann Timm russisch üben. Der sechsjährige Northeimer geht in die neue russische Schule mit dem Namen „Teremok“ (zu Deutsch: kleines Holzhäuschen) in Northeim.

In der Martin-Luther-Schule hat die Deutsch-Russische Gesellschaft (DRG) Göttingen eine Northeimer „Filiale“ ihres Göttinger Angebots eingerichtet. Am Dienstag wurde Eröffnung gefeiert.

Für Kinder wie Timm ist die Schule gedacht. Seine Mutter kommt aus Usbekistan. Zwar wachse der Sohn zweisprachig auf, doch er bevorzuge die deutsche Sprache, erzählte Jörg Heidinger, sein Vater aus Deutschland. „Zu Hause weiß er, dass alle Deutsch reden.“ Die russische Sprache soll durch die Schule für den Sohn größeren Raum einnehmen. Einmal in der Woche wird Timm dort fortan für zwei Stunden unterrichtet.

Gleich zur Eröffnung gab es Unterricht. „Wir sind froh, dass so viele gekommen sind“, sagte Schulleiterin Lana Spreitz. Sie ist auch zweite Vorsitzende der DRG. Zwölf Kinder im Alter von vier bis neun Jahren waren bereits angemeldet. Mehr als 20 saßen dann an den Tischen.

So manche Mutter fragte nach Anmeldeformularen. Schüler bis zum Alter von 14 Jahren können im „Teremok“ Russisch lernen.

Von Valentina Gulaev und Katarina Zhogin werden sie in Russisch und Kunst unterrichtet, erklärte die Schulleiterin zur Eröffnung. Die Aussicht, dass das Angebot mit russischer Folklore erweitert werden könne, stieß sofort auf reges Interesse.

Mit einer kuscheligen Maus erzählte Gulaev den Kindern ein Märchen, das gut zur neuen Schule passt. Maus, Frosch, Fuchs und Wolf wollten ein Holzhäuschen beziehen. Doch für den Bären war kein Platz mehr. So stieg er aufs Dach, das Haus brach zusammen. Gemeinsam wollten die Tiere dann eine größere Bleibe für alle bauen. Die Schule soll „Bleibe“ für alle Kinder werden, die die russische Sprache erlernen wollen, so Gulaev.

Mehr Informationen: DRG-Büro, Tel. 0551/ 5 04 62 30, E-Mail: drg@buero2010@hotmail.de

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