Die Staus vor den Ampeln sind nicht lang genug

Kein Kreiselbau am Harztor: Bund hält Kreuzungsumbau für überflüssig

Luftbild: Die Kreuzung am Harztor aus Richtung In der Fluth gesehen.
+
Nach der am Montag begonnenen Fahrbahnsanierung der Kreuzung wird es am Harztor wieder so aussehen. Ein Kreisverkehr für diesen wichtigen Verkehrsknotenpunkt in der Kreisstadt ist nicht in Sicht.

Den Bau eines Kreisverkehrs am Harztor in Northeim wird es einstweilen nicht geben. Er müsste nämlich von der Stadt Northeim allein finanziert werden.

Northeim – Der Bund, der für den Unterhalt und den Ausbau von Bundesstraßen zuständig ist, sieht für einen Umbau jedenfalls keinen Grund. Das hat der Leiter der Straßenbaubehörde in Bad Gandersheim, Udo Othmer, der HNA bestätigt.

Weder sei die Kreuzung, die zur Bundesstraße 241 gehört, ein Unfallschwerpunkt, noch sei die Kreuzung nicht leistungsfähig genug, wie es im Planer-Deutsch heißt, den Verkehr dort zu bewältigen. Von diesen beiden Kriterien müsste mindestens eines erfüllt sein, damit aus Berlin Geld für einen Umbau fließt.

Othmer räumte zwar ein, dass die Situation am Harztor wegen der kurzen Linksabbiegerspuren problematisch sei. Er nannte die Leistungsfähigkeit der Kreuzung aber „noch ausreichend“. Übersetzt heißt das: Die Staus zu Verkehrsspitzenzeiten an der Kreuzung sind noch nicht lang genug. Das habe aus Sicht des Bundes auch eine Begutachtung der Kreuzung durch ein Planungsbüro ergeben, betonte Othmer. Deshalb gebe es keine Notwendigkeit, die Kreuzung in einen Kreisverkehr umzubauen.

Das Gutachten war im Sommer vergangenen Jahres von der Stadt Northeim in Auftrag gegeben worden. Zuvor, so teilte Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) auf Anfrage mit, hatte die Stadt bei der Bad Gandersheimer Behörde nach einem möglichen Umbau gefragt. Weil es keine aktuellen Verkehrsdaten zu der Kreuzung gab, wurde das Gutachten in Auftrag gegeben.

Hartmann bestätigte, dass er im März über die Einschätzung der Landesstraßenbaubehörde in Bad Gandersheim informiert worden sei. Anschließend habe er dann den Verwaltungsausschuss des Stadtrates darüber unterrichtet. Nach den Worten des Leiters der Straßenbaubehörde wäre ein Umbau keinesfalls schnell zu realisieren. Es bedürfe in jedem Fall eines Planfeststellungsverfahrens. (Olaf Weiss)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.