47 Steuersünder zeigten sich selbst an

Hannover / Northeim. Die Finanzämter Northeim und Bad Gandersheim registrieren einen Anstieg der Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern. Niedersachsenweit ist dagegen ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Das geht aus einer Mitteilung des Finanzministeriums in Hannover hervor. Im Finanzamt Northeim, zu dessen Zuständigkeitsgebiet auch Gieboldehausen und Duderstadt gehören, gingen 22 Selbstanzeigen ein, im gesamten Jahr 2014 waren es 39. Deutlicher ist der Anstieg in Bad Gandersheim. In dessen Zuständigkeitsbereich, der auch weite Teile des Landkreises Goslar umfasst, wurden in den ersten sechs Monaten 25 Selbstanzeigen gezählt. Im gesamten Jahr 2014 waren es dort 32.

Insgesamt gaben im Land 1709 Personen freiwillig ihren Steuerbetrug zu. „Damit sind die Selbstanzeigen gegenüber den Vorjahren nicht im erwarteten Umfang zurückgegangen, sondern sind immer noch auf einem überraschend hohen Niveau geblieben“, teilte das Ministerium mit. 2014 gab es in Niedersachsen 3797 Selbstanzeigen (2013: 2862).

„Wir werden unseren Kurs gegen Steuerbetrug konsequent fortsetzen“, kündigte Finanzminister Peter-Jürgen Schneider an. „Insbesondere die personelle Verstärkung der Finanzämter in Sachen Außenprüfung setzt ein deutliches Signal.“ Seit diesem Jahr ist die Abgabe einer Selbstanzeige deutlich teurer und die Hürden liegen höher. Für die Zukunft rechnet Schneider daher mit einem Rückgang der Selbstanzeigen.

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