Stöckheimer Ortsrat wünscht sich Bauland: Stadt soll Träger finden

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Stöckheim aus der Vogelperspektive. Das potenzielle Baugebiet liegt am oberen linken Bildrand.

Stöckheim. Der Ortsrat der Northeimer Ortschaft Stöckheim möchte Bauherren  gern Baugrundstücke am Ortsrand anbieten. 

Schon lange gibt es im Flächennutzungsplan der Stadt Northeim eine Fläche für Einfamilienhaus-Neubauten, und zwar auf einem Streifen zwischen Friedhof und der Bebauung entlang der in Richtung Dorfmitte verlaufenden Straße Am Siebeck. Doch dafür findet sich bislang keine Firma, die das Areal erschließt.

Das stimmte den Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung traurig, denn es gibt laut Ortsbürgermeister Dietmar Weiß Bauinteressenten, von denen einige schon woanders ihr Häuschen gebaut hätten. Der Ortsrat bat die Stadtverwaltung, bei der Vermarktung der Fläche aktiv zu werden, einen Bebauungsplan aufzustellen und Erschließungsträger anzuwerben. Platz wäre auf dem Areal für rund zehn Bauplätze.

Beschlossen wurde vom Ortsrat auch ein Antrag, einen Teil der Baufläche im Flächennutzungsplan zu tauschen. Die jetzige Baufläche soll etwas verkleinert werden und stattdessen zusätzlich noch ein Bauareal auf der gegenüberliegenden Seite des nördlichen Siebecks als Bauland im Flächennutzungsplan ausgewiesen werden.

So könnten die Grundstücke von der bestehenden Straße aus schneller und damit auch kostengünstiger erschlossen werden.

Einern weiteren Beschluss fasste der Ortsrat zur Ausweisung einer Tempo-30-Begrenzung für Lastwagen über 7,5 Tonnen auf der Durchfahrtstraße, der Landesstraße 572, im Ortsbereich und auch auf der Straße Frauenanger, die als Kreisstraße weiter nach Wetze und Iber führt.

Nach der Erneuerung der Ortsdurchfahrt befürchtet der Ortsrat noch mehr Verkehr im Dorf, deswegen solle die Tempobegrenzung kommen, hieß es im Gremium. Stadtvertreter Marco Prieto versprach, dass die Stadt das Ansinnen prüfen und an die Straßenverkehrsbehörde weiterleiten werde.

Aus den Reihen des Ortsrates kam der Vorschlag, die Barrierefreiheit des Dorfgemeinschaftshauses im ersten Geschoss durch den Einbau eines Treppenlifts zu gewährleisten. Die Stadt solle dies so planen.

Kritik kam aus den Reihen der Zuhörer daran, dass bei der jetzt laufenden Sanierung der Ortsdurchfahrt versäumt worden sei, an den Ortseinfahrten Fahrbahnverschwenkungen einzubauen. Diese seien aus Gründen der Verkehrsberuhigung nötig. (goe)

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