Störche im Landkreis Northeim: 2,7 Jungtiere pro Nest in 2015

Nachwuchs im Korb: Dieses Foto entstand 2013 bei der Beringungsaktion der Hollenstedter Jungstörche. Archiv-Foto: Mönkemeyer

Northeim. In diesem Jahr haben 19 Jungstörche im Landkreis Northeim das Licht der Welt erblickt und wurden erfolgreich von ihren Eltern aufgezogen.

Das geht aus dem Bericht von Bernd-Jürgen Schulz aus Sülbeck hervor, der sich bereits seit mehreren Jahren als „Storchenvater“ um die imposanten Stelzvögel kümmert.

Von insgesamt 15 vorhandenen Horsten im Landkreis waren acht besetzt, davon sieben mit Bruterfolg. Durchschnittlich wurden pro Nest 2,7 Jungstörche flügge - in Salzderhelden und Immensen jeweils vier, in Langenholtensen und Wolbrechtshausen jeweils drei, in Sülbeck und Hollenstedt zwei sowie einer in Ellensen. Bis auf die Langenholtenser Küken wurden alle Jungtiere beringt.

Kein Bruterfolg in Lindau 

Den erst in diesem Jahr in Lindau errichteten Horst hatten sich zwei Jungstörche als Quartier ausgesucht, die noch nicht geschlechtsreif waren. Aus den beiden dort abgelegten Eiern, die 32 Tage lang bebrütet wurden, schlüpfte daher kein Nachwuchs.

An den weiteren Horsten in Greene, Sievershausen, Portenhagen, Denkershausen, Lagershausen und Hammenstedt gab es laut Schulz keine Neuansiedlungen. „In Greene wurden allerdings sechs Altstörche beobachtet“, sagt Schulz. Das lasse für 2016 hoffen.

„Bereits jetzt kann man aber schon sagen, dass es gelungen ist, im Landkreis Northeim eine Storchenpopulation anzusiedeln“, so der Storchenvater. „Dieser Erfolg hat viele Väter, und ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken, die mir bei der Errichtung neuer Horste, bei der Horstpflege oder bei den Beringungsaktionen hilfreich zur Seite gestanden haben.“

Winterquartiere 

Der Storchennachwuchs hat laut Schulz größtenteils den Landkreis Northeim inzwischen schon in Richtung Winterquartiere verlassen. Lediglich am Wolbrechtshäuser Horst seien noch Jungtiere zu beobachten.

Deren Eltern hatten sich in diesem Jahr erstmals den Storchenhorst in der Nörtener Ortschaft als Kinderstube ausgesucht, nachdem sie in den vergangenen Jahren mehrfach ihre Nester in Immensen oder Ellensen an Artgenossen verloren hatten.

„Die Altstörche sind noch hier in der Region und gönnen sich nach der anstrengenden Aufzucht ihrer Jungen etwas Ruhe bis zum Aufbruch in die Winterquartiere“, sagt Schulz.

Lediglich das Markoldendorfer Paar wird sich vermutlich den Flug in den Süden sparen, denn das hat laut Schulz bereits mehrfach im Landkreis überwintert.

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