Witterung im Frühjahr sorgte für Verluste bei Küken

Jungstörche aus dem Landkreis Northeim starten in den Süden

Sammeln sich für den Flug: Jungstörche, die im Landkreis Northeim flügge geworden sind, auf einem abgemähten Feld bei Sülbeck.
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Sammeln sich für den Flug: Jungstörche, die im Landkreis Northeim flügge geworden sind, auf einem abgemähten Feld bei Sülbeck.

Im Landkreis Northeim sind in diesem Jahr 42 Jungstörche flügge geworden.

Northeim – Die ersten Jungstörche sammeln sich bereits, um in den Süden zu ziehen. Das hat Bernd-Jürgen Schulz, Storchenbeauftragter des Landkreises Northeim mitgeteilt.

Im Frühjahr habe es hinsichtlich der zu erwartenden Jungstörche noch besser ausgesehen, so Schulz, der jetzt eine Bilanz über die Brutsaison gezogen hat. Das habe sich aber nach dem Schlupf der Storchenküken sehr schnell geändert. Bedingt durch Kälte und Nässe sei eine nicht geringe Anzahl der Storchenküken verendet. Grund dafür sei ein Schimmelpilz gewesen, der die Nasenhöhlen und Lungen der Jungtiere befällt. Darüber hinaus seien zwei Jungstörche nach dem Flüggewerden tödlich verunglückt, einer davon durch Stromschlag.

Am erfolgreichsten verlief laut Schulz die Brutsaison an den Horsten in Wolbrechtshausen und Immensen sowie auf dem Naturhorst im Naturschutzgebiet in der Gemeinde Katlenburg-Lindau. Dort wurden jeweils vier Jungstörche flügge.

Jeweils drei Jungstörche wurden in Sülbeck, Echte und Ippensen aufgezogen, und in Höckelheim, Katlernburg, Gillersheim, Hohnstedt, Markoldendorf und Drüber sowie in den Nestern 1 und 3 in Salzderhelden waren es zwei. Lediglich einen Jungstorch gab es in Parensen, auf dem Gittermast an der Bahnstrecke bei Salzderhelden und in Greene. In Hevensen, Wiebrechtshausen, Langenholtensen, Hollenstedt, Ellensen, Ahlshausen, Hilwartshausen und Kreiensen gab es in diesem Jahr keinen Storchennachwuchs, der flügge geworden ist. Darüber hinaus kam in Kreiensen ein Altstorch durch einen Stromschlag ums Leben.

Damit sei die Storchenpopulation des Landkreises Northeim in diesem Jahr ebenso wie in den anderen Storchenregionen gesunken, so Schulz. Er geht davon aus, dass Ende August oder Anfang September der größte Teil der Altstörche den Jungtieren in den Süden folgen werden.

„Einige wenige werden aber wohl auch im Winter hierbleiben“, vermutet Schulz. „Das richtet sich immer nach der Wetterlage und dem Nahrungsangebot.

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