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Uni-Medizin will Strahlentherapie-Zentrum in Northeim bauen

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Von: Axel Gödecke

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Unterhalb der Helios-Klinik und des Gesundheitszentrums am Northeimer Sultmer (im Bild oben rechts) soll die neue Praxis für Strahlentherapie der Universitätsmedizin Göttingen entstehen. Das Grundstück (im Bildvordergrund) gehört der Stadt Northeim und soll verkauft werden.Aufsichtsratsvorsitzender Part AG
Unterhalb der Helios-Klinik und des Gesundheitszentrums am Northeimer Sultmer (im Bild oben rechts) soll die neue Praxis für Strahlentherapie der Universitätsmedizin Göttingen entstehen. Das Grundstück (im Bildvordergrund) gehört der Stadt Northeim und soll verkauft werden. © Axel Gödecke

Unterhalb des Northeimer Helios-Krankenhauses plant die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ein neues medizinisches Zentrum für Strahlentherapie.

Northeim - Das wurde im Vorfeld der nächsten Sitzung des Rates Northeim bekannt, da die Stadt dafür ein Grundstück verkaufen möchte.

Entstehen soll das Praxiszentrum auf einem 9275 Quadratmeter großen Grundstück, das der Stadt Northeim gehört. Auf ihm sollte auch schon einmal der geplante Reitsport-Fachmarkt der Firma Krämer entstehen, der jetzt aber an einer anderen Stelle direkt neben dem Autohof vermutlich 2023 gebaut werden soll. Gescheitert war die Markt-Realisierung dort 2017 deshalb, weil das Grundstück unter der Klinik laut Bebauungsplan nur für eine Bebauung mit dem Zweck gesundheitsnahe Dienstleitungen zulässt. Das wäre bei dem neuen UMG-Projekt nun der Fall.

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) plant konkret auf dem Areal unterhalb der Klinik eine Filialpraxis für Strahlentherapie. In Kooperation und Absprache mit der Helios-Klinik sowie dem Onkologikum soll die regionale Bevölkerung mit strahlen-therapeutischen Leistungen für gut- und bösartige Erkrankungen versorgt werden.

Somit würden Patienten die bisherigen Fahrten ins Universitätsklinikum Göttingen erspart bleiben. Neben der damit verbundenen Sicherung des Gesundheitsstandortes Northeim sei mit zunächst etwa zehn neuen Arbeitsplätzen zu rechnen, heißt es von der Stadt Northeim. Perspektivisch sei geplant, auf diesem Grundstück weitere gesundheitsnahe Dienstleistungen und Versorgungsstrukturen zu errichten, gedacht sei an eine spätere Errichtung einer Filialpraxis für Nuklearmedizin.

Die Realisierung des aktuell erst einmal geplanten Strahlentherapie-Projektes erfolgt in Kooperation zwischen der UMG und dem Planungsbüro Part AG in Bad Gandersheim, wobei das Gandersheimer Projektentwicklerbüro die Planung, Finanzierung und den Bau des neuen Komplexes übernehmen wird.

Dafür werde von der Part AG eigens eine weitere Firma namens „SKV Immomed GmbH“ gegründet, bestätigt Dr. Gisbert Vogt, Gründer der Part AG und heute Aufsichtsratsvorsitzender des Planungsbüros, das bundesweit schon über 200 Bauprojekt realisiert hat, vom Supermarkt über Altenheime und Wohnungsprojekte bis hin zu Kindertagesstätten.

Gisbert Vogt
Gisbert Vogt, Aufsichtsratsvorsitzender Part AG Bad Gandersheim © Part AG

Vorgesehen ist laut Vogt in Northeim ein eingeschossiger Neubau, der auch einen Bunker umfasst, in dem die strahlentherapeutischen Geräte stehen werden. Begonnen werden solle mit dem Bau Anfang 2023. Derzeit liefen die ersten Planungen in Ansprache mit der UMG, danach werde der Bauantrag bei der Stadt gestellt.

Das geplante Praxis-Zentrum soll laut Vogt direkt neben dem Parkdeck für die Mitarbeiter des Krankenhauses entstehen. In Richtung der kürzlich neu gebauten Krankentransportwache der Firma R+-Meditransport bleibe dann noch genügend Fläche für mögliche Erweiterungen der Bausubstanz für weitere Praxis-Filialen der UMG.

Für den Grundstückverkauf legt die Stadt Northeim nach eigenen Angaben den in der Bodenrichtwertkarte für diesen Bereich ausgewiesenen Wert von 70 Euro pro Quadratmeter zugrunde. Da das Gebiet schon von der „Gesundheitsforum Northeim Bauherren GbR“ erschlossen wurde, gehen 135 000 Euro von der Stadt als zweiter Abschlag an die Erschließungsfirma, heißt es von der Stadt.

Über den Verkauf des Grundstücks soll der Stadtrat nach Vorberatung in seiner nächsten Sitzung am 24. Februar 2022 entscheiden. (Axel Gödecke)

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