SPD und CDU lehnten Vorschlag ab

Streit um Jugendraum im Ortsrat: Antrag auf Teilöffnung abgelehnt

In der Ortsmitte: In diesem frisch sanierten Haus ist der Jugendraum untergebracht. Foto: privat

Hammenstedt. Die Wiederöffnung des gerade erst sanierten Jugendraums war Streitpunkt in der jüngsten Sitzung des Hammenstedter Ortsrats.

Ein von den Unabhängigen Wählern Hammenstedt (UWH) gestellter Antrag auf zeitweilige Öffnung des Raums wurde von der SPD- und CDU-Ortsratsfraktion mehrheitlich abgelehnt.

Die UWH hatte in ihrem Antrag laut Fraktionschef Uwe Schlemm vorgeschlagen, den Raum probeweise wieder zu öffnen und, da es in Hammenstedt keinen Ortsteiljugendpfleger mehr gibt, für die Öffnungszeit einen Tagesverantwortlichen als Aufsicht zu benennen.

Hierzu hätten sich einige Einwohner bereiterklärt, so Schlemm. Eine solche Regelung könne auch dazu führen, dass sich Interessenten für die Position des Ortsteiljugendpflegers durch die vorübergehende Öffnung bereits über die Arbeit und Aufgaben vor Ort informieren könnten.

Die Rechtsabeteilung der Stadt Northeim hätte aus haftungsrechtlicher Sicht keine Bedenken gegen solche Tagesverantwortlichen, führt Schlemm in einer Pressemitteilung weiter aus. Dies habe Stadtjustiziar Rechtsrat Dieter Wieprecht in der Ortsratssitzung eigens bestätigt.

Raum bleibt geschlossen

Die ablehnende Haltung von SPD und CDU im Ortsrat könne die UWH deswegen nicht nachvollziehen, sagte Schlemm. Der Jugendraum bleibe weiter geschlossen.

„Wir sehen die Regelung mit einem Tagesverantwortlichen als Aufsicht rechtlich als bedenklich an“, sagt dazu der Vorsitzende der SPD-Ortsratsfraktion Dietmar Kahler. Denkbar sei eine solche Regelung schon, allerdings nur unter der Prämisse, dass es auch einen Ortsteiljugendpfleger gibt, der nach dem Rechten schaut, fährt Kahler fort.

Ziel müsse es deswegen sein, wieder einen Ortsjugendpfleger zu finden. Interessenten könnten sich bei Ortsrat melden.

Da es auch in anderen Ortschaften, Probleme gebe, Leute für diese Position zu finden, sollte vielleicht auch einmal im Rat darüber nachgedacht werden, die Aufwandsentschädigung für diese ehrenamtliche Position anzuheben, schlägt Kahler vor. Die Entschädigung liegt derzeit bei 13 Euro monatlich.

SPD: Nutzung für Alt und Jung

Als Anregung schlage die SPD-Fraktion zudem nochmals vor, den Jugendraum als Begegnungsstätte für Jung und Alt zu nutzen.

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