Bürgerinitiative: Stromtrasse kann den Kreis Northeim tangieren

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Erdkabelverlegung: Das Bild zeigt den Anschluss eines Nordsee-Windparks an das deutsche Stromnetz in Gleichstromtechnik.

Northeim/Kreiensen. Die Bürgerinitiative für HGÜ-Erdkabel weist darauf hin, dass mit der neuen Stromleitungspolitik auch der Landkreis Northeim wieder von der geplanten Suedlink-Stromtrasse betroffen sein könnte.

Die alte Planung im Weserbergland, die nur Freileitungstechnik berücksichtige, sei mit der neuen politischen Entwicklung nunmehr hinfällig, schreibt BI-Sprecher Wolfgang Schulze aus Kreiensen in einer Pressemitteilung.

Hinsichtlich der Mehrkosten für Erdverkabelung in Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) hätten Netzbetreiber wie Tennet, Politiker und Lobbyisten bis zuletzt Horrorzahlen mit drei- bis achtfachen Kosten verbreitet. Schulze: „Heute liest man plötzlich, dass Erdkabel nur drei bis acht Milliarden Euro teurer sind als Freileitungen. Dieser Sinneswandel ist schon komisch, denn acht Milliarden sind ja nicht 24 Milliarden“.

In den Berichten der Medien über den Kabinettsbeschluss vermisse die Bürgerinitiative die Aussage, das bei einer Vollverkabelung mit einem System namens „Infranetz“ die Kosten für HGÜ-Erdkabel und Freileitung gleich hoch sein sollen.

Um zwei Gigawatt Leistung (1,5 GW entspricht in etwa der Leistung eines Atomkraftwerkes) abzuführen, benötige man nach den Worten von Schulze einen Kabelgraben von 70 Zentimeter Breite und 1,40 Meter Tiefe, der mittels einer Fräsmaschine erstellt werden könne. Dies sei erprobte Technik zum Beispiel im Gas- und Wasserleitungsbau. Schulze abschließend: „Was soll da so teuer sein?“

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