Smartphone + Zombie = Smombie

Studie in Northeim: Leute, die auf ihr Handy starren sind gefährlich für den Verkehr

Northeim. Immer mehr Menschen hängen an ihrem Mobiltelefon und gefährden andere, wenn sie in der Innenstadt unterwegs sind. Eine Studie des Automobilclubs Europa bestätigt den Trend.

„In einer Stunde zählten wir in der Northeimer Fußgängerzone 395 Fußgänger. Davon waren 40 mit dem Smartphone beschäftigt, das sind 10 Prozent. Bei Kindern und Jugendlichen lag die Quote sogar bei 35,96 Prozent“, verdeutlicht Wolfgang Schwager, Schriftführer beim ACE.

Niemand könne gleichzeitig auf sein Smartphone und auf den Straßenverkehr achten. „Das ist ganz klar eine lebensgefährliche Selbstüberschätzung“, sagt Erika Goebel, Vorsitzende des ACE-Kreis Südniedersachsen-Harz.

Mit Kopfhörern auf den Ohren werde das Problem sogar noch deutlich verschlimmert, heißt es weiter. Die so Abgeschotteten und Abgelenkten würden mittlerweile als „Smombies“, eine Wortmischung aus Smartphone und Zombies, bezeichnet.

Die Northeimer Polizei bestätigt das Problem. „Genaue Zahlen, wie viele Unfälle durch die Smartphone-Ablenkung verursacht werden, haben wir nicht“, sagt Frank Grube, Sprecher der Polizeiinspektion Northeim/Osterode. Ginge man allerdings aufmerksam durch die Straßen, dann fielen viele Nutzer auf, die in ihr Gerät vertieft seien. Auch bei Verkehrskontrollen sei das häufig der Fall. Hauptproblem beim Autofahren sei die Ablenkung sowohl beim Telefonieren als auch beim Tippen und Spielen.

Selbst beim Telefonieren über eine Freisprecheinrichtung sei die gedankliche Ablenkung noch groß. „Im Zweifel reichen eine Sekunde Unaufmerksamkeit und damit fehlende Reaktionszeit schon aus, um gefährliche Unfälle zu verursachen“, warnt Polizeisprecher Grube. 

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