Borkenkäfer-Gefahr verursacht Zeitdruck

Sturm Friederike hat 2,2 Millionen Kubikmeter Sturmholz in Niedersachsen verursacht

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Hier war es besonders schlimm: Norbert Leben, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen (links), und Michael Degenhardt, Forstamtsleiter Südniedersachsen, erläutern Ministerin Otte-Kinast die katastrophale Lage in Ahlshausen. 

Dassel. 2,2 Millionen Kubikmeter Sturmholz sind Sturm Friederike in ganz Niedersachsen zum Opfer gefallen.

Bundesweit sind es 8,5 Millionen Kubikmeter. Über die Schäden in Südniedersachsen hat sich jetzt Niedersachsens Landwirtschafts- und Forstministerin Barbara Otte-Kinast an mehreren Orten im Landkreis Northeim, unter anderem in Dassel informiert.

„Das ist eine Katastrophe. Hier liegen Lebenswerke von Waldbesitzer-Generationen platt“, sagte die Ministerin vor Ort. Vom Sturm besonders betroffen sind die Regionen Solling, Harz, Osnabrücker Hügelland und das Weserbergland, heißt es vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Den landesweiten Schaden von 2,2 Millionen Kubikmetern Sturmholz teilen sich die Landesforsten (eine Million Kubikmeter) und der Privat- und Körperschaftswald (rund 1,2 Millionen Kubikmeter) nahezu gleichmäßig.

Laut Michael Degenhardt, Leiter des Forstamtes Südniedersachsen, habe der Sturm nicht nur die Arbeit von vier Generationen zunichtegemacht, sondern auch hunderten Privatwaldbesitzern einen Großteil ihrer wirtschaftlichen Grundlage genommen.

Borkenkäfer ist Problem

Die Niedersächsischen Landesforsten hatten nach dem schweren Sturm Kyrill vorgesorgt. „Uns kam jetzt der Katastrophenplan zugute, den wir nach Kyrill erstellt haben“, sagte Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten. So habe man schnell Arbeitskräfte und Harvester zusammenziehen können. Das müsse man auch, da die Lage wegen des Borkenkäfers brisant sei. Dieser verbreite sich ab 15 Grad Celsius und könne ganze Fichtenwälder auslöschen.

Ministerin Otte-Kinast versicherte, dass man die Waldbesitzer nicht alleine lassen werde und kündigte an, sich um einen Schulterschluss zwischen Waldbesitzern und Politik zu bemühen“.

Nach Sturm Friederike: Forstarbeiten bei Oldershausen

Setzt sich politisch für die Schadensbegrenzung ein: Bundestagsabgeordneter Roy Kühne mit Flächenmanager Christian Müller
Setzt sich politisch für die Schadensbegrenzung ein: Bundestagsabgeordneter Roy Kühne mit Flächenmanager Christian Müller © Mennecke/HNA
Handarbeit ist gefragt: Forstarbeiter entasten die Stämme
Handarbeit ist gefragt: Forstarbeiter entasten die Stämme © Mennecke/HNA
Schweres Gerät: Ein Forwarder kommt zum Einsatz
Schweres Gerät: Ein Forwarder kommt zum Einsatz © Mennecke/HNA
Schweres Gerät: Ein Forwarder kommt zum Einsatz
Schweres Gerät: Ein Forwarder kommt zum Einsatz © Mennecke/HNA
Schweres Gerät: Ein Forwarder kommt zum Einsatz
Schweres Gerät: Ein Forwarder kommt zum Einsatz © Mennecke/HNA
Hightech: Harvester können greifen, sägen und entasten in schnellem Tempo
Hightech: Harvester können greifen, sägen und entasten in schnellem Tempo © Mennecke/HNA
Hightech: Harvester können greifen, sägen und entasten in schnellem Tempo
Hightech: Harvester können greifen, sägen und entasten in schnellem Tempo © Mennecke/HNA
Hightech: Harvester können greifen, sägen und entasten in schnellem Tempo
Hightech: Harvester können greifen, sägen und entasten in schnellem Tempo © Mennecke/HNA
Hightech: Harvester können greifen, sägen und entasten in schnellem Tempo
Hightech: Harvester können greifen, sägen und entasten in schnellem Tempo © Mennecke/HNA
Nach Sturm Friederike: Forstarbeiten bei Oldershausen laufen
Nach Sturm Friederike: Forstarbeiten bei Oldershausen laufen © Mennecke/HNA

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