Arbeiten bis zur Erschöpfung

Sturm Friederike: Kreisbrandmeister aus Northeim dankt Einsatzkräften

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Macht schweres Gerät erforderlich: In Oldershausen hat Sturm Friederike einen Baum auf ein Haus fallen lassen. 

Northeim. Rund 500 Notrufe hat es am vergangenen Donnerstag bei Sturmtief Friederike im Kreis Northeim gegeben. 

Diese Zahl teilt Kreisbrandmeister Bernd Kühle jetzt in einer Pressemitteilung der Kreisfeuerwehr verbunden mit seinem Dank mit. 

Dies habe Hochbetrieb für die Einsatzleitstelle in der Von-Menzel-Straße bedeutet. „Der Personalbestand wurde in kurzer Zeit von zwei auf sechs Disponenten erhöht“, erklärt Kühle. „Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiten bis zur Erschöpfung um alle Menschen, besonders die in den Waldgebieten eingeschlossen waren, so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen“, beschreibt der Kreisbrandmeister die Situation von Donnerstag. Die Menschen ihrem Schicksal zu überlassen sei für die Retter aus dem Landkreis Northeim keine Option.

Trauer um beim Sturm Friederike getöteten Feuerwehrleute

Bei den Feuerwehren im Landkreis herrsche tiefe Betroffenheit über die zwei bundesweit bei Rettungsarbeiten getöteten Feuerwehrmitglieder.

Kreisbrandmeister Kühle dankt in seiner Mitteilung auch im Namen aller Stad- und Gemeindebrandmeister und Abschnittsleiter allen an den Einsätzen Beteiligten. „Es ist eine hervorragende Arbeit geleistet worden. Teilweise wurden die Arbeiten unter Lebensgefahr durchgeführt. Danke an die Familien und Lebenspartner unserer Kameradinnen und Kameraden, die diese Arbeit mit tragen und ertragen“, so Kühle.

Feuerwehr teils selbst vom Sturm betroffen

Auch die Feuerwehrmitglieder seien bei ihrem Hab und Gut durch den Sturm nicht verschont worden, wie sie teils telefonisch von Angehörigen erfahren haben. „Niemand kann auch nur im Ansatz erahnen, was es für die Familie oder den Lebenspartner heißt, in einer solchen Situation allein sein zu müssen“, betont Kühle.

Die Bevölkerung des Landkreises könne „stolz auf die Männer und Frauen sein, die ehrenamtlich diese Arbeit leisten“. Für sie ist der Lohn der Blick in „die glücklichen Gesichter der Menschen, denen man helfen konnte. Gott sei Dank ist alles gut gegangen und niemand wurde verletzt“, so Kühle. 

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