Sturmbäume: Handel sagt Ja zum Markt, aber Nein zum Zentrum

Wollen kein Nahversorgungszentrum an den Sturmbäumen: Bernd Hahne (von links), Ewald Micheletti, Axel Francke, Doris Ohlmer, Wolfram Schmidt, Anita-Maria Rolf und Michael Böhnert vom Arbeitskreis Innenstadt des Stadtmarketingvereins Northeim. Foto: Mönkemeyer

Northeim. Die Kaufleute der Northeimer Innenstadt haben keine grundsätzlichen Einwände gegen den Bau eines neuen Lebensmittelmarktes auf dem ehemaligen Northeimer Krankenhausgelände.

Darauf hat der Arbeitskreis Innenstadt des Stadtmarketing-Vereins Northeim jetzt hingewiesen.

Ihre Kritik an den gegenwärtigen Plänen richte sich einzig und allein gegen die Ausweisung des Areals als Nahversorgungszentrum und habe auch nichts mit der Person des Investors tun, betonten die Mitglieder in einem Gespräch mit der HNA. Sie befürchten lediglich ein „weiteres Ausfransen der Einkaufsstadt“ sowie eine „weitere Aufweichung der Stadtstruktur“ und verweisen darauf, dass sich schon jetzt nur noch knapp 25 Prozent der Gesamtverkaufsflächen des Einzelhandels in der Innenstadt befinden. Insofern sei es nicht nachvollziehbar, dass außerhalb der Innenstadt immer noch weitere Flächen geschaffen werden sollen, sagte Doris Ohlmer, Vorsitzende des Stadtmarketingvereins.

In einem Schreiben an die Northeimer Stadtverwaltung und die Mitglieder des Northeimer Rates fordert der Stadtmarketingverein, den Bereich Sturmbäume lediglich als Nahversorgungsstandort auszuweisen und dort keine zentenrelevanten Sortimente zuzulassen. Bei der zur Diskussion stehenden Dimension des Marktes wären auf 300 von insgesamt 3000 Quadratmetern Fläche auch zentrenrelevante Sortimente wie zum Beispiel Bekleidung zulässig. Aus Sicht der Innenstadtkaufleute ist das nicht vertretbar, weil es die wirtschaftliche Entwicklung des innenstädtischen Einzelhandels gefährde. Weitere negative Auswirkungen befürchtet der Arbeitskreis durch die mögliche Einrichtung einer Postagentur.

Die ist nach Auskunft des Northeimer Investors Tobias Schnabel in dem neuen Markt an den Sturmbäumen aber gar nicht geplant.

Lesen Sie dazu auch:

Tobias Schnabel: Ich brauche 3000 Quadratmeter für den Markt

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