Weiterhin Vorbehalte gegen 3000 Quadratmeter großen Supermarkt

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Bald viel Platz für neue Gebäude: Die Abrissarbeiten am alten Northeimer Krankenhaus laufen auf Hochtouren. Der neue Bebauungsplan sieht vor, dass auf dem Gelände neben einer Wohnbebauung auch ein 3000 Quadratmeter großer Supermarkt entsteht.

Northeim. Die Realisierung des geplanten 3000 Quadratmeter großen Supermarktes auf dem ehemaligen Northeimer Krankenhausgelände ist wieder fraglich.

Am Dienstagabend hat sich der Ausschuss Planen, Bauen und Umwelt des Northeimer Rates zwar mehrheitlich für eine entsprechende Änderung des Bebauungsplanes „Im Schliepas - Schaperweg“ ausgesprochen. Ob der Rat der Stadt Northeim in seiner Sitzung am 19. März dieser Empfehlung folgen wird, ist jedoch noch nicht sicher.

Weiterhin Kritik 

Aus den beiden großen Ratsfraktionen von SPD und CDU gibt es nach wie vor von einigen Mitgliedern Kritik an der geplanten Größe des Projektes.

Ausschussmitglied Knut Fürsten (SPD), der ebenso wie Dietmar Kahler (SPD) den geänderten Bebauungsplan daher ablehnte, forderte eine Begrenzung der Marktgröße auf 2600 Quadratmeter und begründete dies unter Hinweis auf eine eventuelle Klage der Firma Rewe damit, dass der Bebauungsplan dann schwerer angreifbar wäre.

Außerdem gebe es die Befürchtung, dass es nicht nur für den Rewe- sondern auch den Pennymarkt negative Auswirkungen geben könnte. „Sollten die schließen müssen, wäre das schlecht für die Südstadt.“ Fürsten geht davon aus, dass die SPD-Ratsmitglieder am 19. März unterschiedlich abstimmen werden.

Rainer Giesemann (SPD) stimmte für den Bebauungsplan, ebenso wie die übrigen Ausschussmitglieder. Helga Jäger (CDU) betonte, dass auch die Christdemokraten bei der Abstimmung im Rat voraussichtlich nicht einheitlich für den Bebauungsplan votieren werden.

Eckhard Ilsemann (FDP) wies darauf hin, dass der Widerstand gegen den 3000 Quadratmeter großen Supermarkt hauptsächlich damit begründet worden war, dass auf zehn Prozent der Fläche innenstadtrelevante Produkte angeboten werden dürfen.

„Wenn jetzt eine Reduzierung auf 2600 Quadratmeter gefordert wird, streiten wir uns hier um 40 Quadratmeter, und das kann ich nicht verstehen“, sagte Ilsemann.

Außerdem habe der Investor Tobias Schnabel sich bezüglich der Randsortimente bereits festgelegt und dabei die sogenannten „Northeimer Liste“ berücksichtigt, in der alle innenstadtrelevanten Produkte aufgeführt werden. Diesbezüglich gebe es keine Bedenken mehr seitens der Innenstadtkaufleute.

Klar sei, dass der Investor den Markt nur in der von ihm vorgesehenen Größe realisieren werde, so Ilsemann. „Es wird also entweder einen 3000 Quadratmeter großen Supermarkt geben oder gar keinen, und dann wären alle bisherigen Planungen in diesem Bereich für die Katz’.“

Von Niko Mönkemeyer

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