Sturmtief Sabine verlief glimpflich im Landkreis Northeim

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Baumfällarbeiten: Die Landesstraße 548 ist seit vergangenen Sonntag und noch bis Montag zwischen Eschershausen und Relliehausen gesperrt.

Das Sturmtief Sabine hat in den Wäldern der Region weniger Schäden angerichtet als ursprünglich befürchtet.

Zu dieser ersten Einschätzung kommt jedenfalls der Moringer Stadtförster Jonas Fürchtenicht, der auch für die Bewirtschaftung des Northeimer Stadtwaldes sowie einiger weiterer Genossenschaftswälder in der Region verantwortlich ist.

„Wir sind derzeit dabei, in den Wäldern zu schauen, ob sich irgendwo Äste gelockert haben, die eine Gefahr bedeuten könnten“, sagt Fürchtenicht. Bislang sei es aber nicht nötig gewesen, deswegen weitere Sperrungen vorzunehmen.

Hintergrund für die bestehenden Sperrungen im Northeimer Stadtwald sei die nach wie vor laufende Holzernte (wir berichteten). Auszuschließen sei aber nicht, dass es zu weiteren Sperrungen kommt.

„Durch die Trockenheit der vergangenen zwei Jahre sind viele Bäume so stark geschwächt, dass mittlerweile auch leichtere Stürme für eine Gefahrenlage sorgen können“, gibt Fürchtenicht zu bedenken. Insofern appelliert er an alle Spaziergänger und Waldbesucher, grundsätzlich vorsichtig im Wald zu sein.

Die Niedersächsischen Landesforsten können für den Solling noch keine Bilanz nach dem Sturm Sabine ziehen. Der Fokus der Landesforsten liege immer noch auf dem Freiräumen von Straßen, wichtigen Gebäuden und auf der Sichtung von Stromleitungen im Wald. Die Förster waren bisher noch gar nicht tief im Wald, berichtet Michael Rudolph von den Landesforsten.

Er rechne deshalb mit einer Bilanz nicht vor Freitag, Menschen und Maschinen seien noch gebunden wegen der Prioritäten für Straßen, die befahrbar gemacht werden müssen, und Gebäude, die erreichbar sein müssen, sowie für freie Leitungen. Danach erst werden die Waldwege freigeräumt.

Hinzu komme laut Michael Rudolph, dass bis Mittwoch noch Sturmwarnung herrschte und es teilweise viel zu gefährlich war, in den Wald zu gehen. Ohne Daten aus den beiden Forstämtern Neuhaus und Dassel wollte Rudolph auch keine Einschätzung wagen.

Das gesamte Gebiet des römisch-germanischen Schlachtfeldes im Waldgebiet am Harzhorn nahe der Kalefelder Ortschaft Oldenrode bleibt in den kommenden zwei Wochen gesperrt. Darauf weisen die Präteritum GmbH und der Landkreis Northeim als Betreiber touristischen Anlage hin. Grund seien Schäden durch den Sturm Sabine an etlichen Bäumen im Bereich der Wege. Metereologen wiesen zudem darauf hin, dass weitere Stürme zu erwarten seien. Deswegen habe man sich entschieden, bis zum 27. Februar keine öffentlichen Führungen anzubieten. Es werde zudem dringend davor abgeraten, das Waldgebiet zu betreten, da die Gefahr von Astabbrüchen drohe. Das Info-Gebäude am Harzhorn ist von der Sperrung nicht betroffen, das es neben dem Wald liegt. Es sei weiter sonntags von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

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